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Creatin - Wundermittel zum Muskelaufbau
Creatin - Wundermittel zum Muskelaufbau |
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Ein Dauerbrenner im Bodybuilding. Aber was ist dran an den Aussagen einiger Sportler, bei denen Creatin zu enormen Muskel- und Kraftzuwachs geführt haben soll?
Was ist Kreatin? Bei dem Monohydrat Creatin handelt es sich um eine körpereigene Substanz, die in der Leber aus drei Aminosäuren gebildet wird. Eine dieser Aminosäuren, Methionin, kann der Körper nicht selbst produzieren. Sie muss mit der Nahrung zugeführt werden.
Neben der körperlichen Eigenproduktion bezieht der Körper einen Teil des Creatins aus der Nahrung. Vor allem in Fleisch steckt eine Menge des Muskelboosters.
* Man muss bei einer Creatinkur ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen - am besten ist Wasser geeignet. Der Grund ist einfach: * Wie einige Studien belegen, kann der Konsum an coffeinreichen Getränken wie Kaffee und Cola die Wirkung von Creatin beeinträchtigen. Coffein wikt sich negativ auf die Creatinverstoffwechslung aus. * Wenn das Creatin als Pulver aufgelöst in einer Flüssigkeit eingenommen wird, sollte man darauf achten, mit dem Konsum nicht allzu lange zu warten. Das Creatin zerfällt nach einiger Zeit in das Abbauprodukt Creatinin. * Um die Einlagerung von Creatin in die Muskelzellen zu begünstigen, kann man etwas Traubensaft oder eine andere Einfach-Zucker-Quelle einnehmen. Manche Creatin-Hersteller werben werben mit Produkten, die eine Transport-Matrix enthalten. Letzlich handelt es sich bei dieser Matrix aber um nichts anderes ist als die Beimischung von Zucker. * Creatin sollte am besten Kurweise angewendet werden. Hierunter versteht sich die Einnahme über vier oder sechs Wochen gefolgt von einer etwa sechswöchigen Pause. Creatin wird zwar sehr schnell in die Muskelzellen eingelagert, es wird jedoch auch sehr schnell wieder abtransportiert, weshalb ein Absetzen oder das Ende einer Kur auch zu einem Kraft und Gewichtsverlust führt. Um diese Verluste zu minimieren, sollte man darauf achten, dass die Ernährung grundsätzlich protein- und kohlenhydratreich ist. Auch sollte das Training - wenn möglich - auf dem selben Niveau bleiben wie während der Kur. Nebenwirkungen von Creatin Creatin verfügt für den Kraftsportler über hervorragende Wirkungen. Bleibt die Frage nach den Schattenseiten. In den bislang erfolgten Untersuchungen konnten kurzfristigf keine nennenswerten Nebenwirkungen festgestellt werden - vorausgesetzt die Einnahme erfolgt im Rahmen der empfohlenen Dosis. Bei groben Überdosierungen besteht die Gefahr eines Nierenschadens. Aufgrund des Fehlens von Langzeitstudien lassen sich keine verläßlichen Aussagen über Langzeitfolgen machen. Das Wundermittel steht des Weiteren im Verdacht, Muskelkrämpfe und Dehydration (erhöhte Flüssigkeitsausscheidung und daraus resultierender Flüssigkeitsmangel) zu verursachen. Dem kann aber durch die rechtzeitige Einnahme von Magnesium entgegen gewirkt werden. Creatin-Konsumenten klagen übrigens des Öfteren über gelegentliche leichte Blähungen und Mundgeruch. Krepitationen und Halitosis, der medizinische Ausdruck für schlechten Atem, sind wohl darauf zurückzuführen, dass das Pulver mit zuwenig Flüssigkeit eingenommen wird. Das schlecht lösliche Creatinpulver bleibt zu lange ungelöst im sauren Milieu des Magens und entweicht gasförmig aus den verschiedenen Körperöffnungen. Für welche Sportler ist Creatin geeignet? Durch die zusätzliche Creatineinnahme wird über den Anstieg des Creatinphosphates in der Muskulatur die Kapazität der Energiespeicher erhöht. Dies kommt der Maximalkraft zugute. Die Hauptzielgruppe der Creatin-Vertriebler sind mit Sicherheit die Bodybuilder, die vor allem den Muskelquerschnitt erhöhen wollen. Sichtbarer Muskelzuwachs ist das Ziel.
Doch auch für andere Athleten ist Creatin interessant. So ließ der neue Trainer des Hamburger SV, Klaus Toppmöller, direkt nach seiner Amtsübernahme verlauten, dass seine unfitten Spieler jetzt erstmal den Kraftbooster Creatin zu schlucken bekämen. Und gänzlich am Ziel vorbei geschossen wäre er mit seiner verordneten Zusatzkost nicht:
Die Einnahmeempfehlung
Die empfohlene Tagesdosis von 100% reinem Creatin Monohydrate, die am besten in vier Rationen eingenommen wird, beträgt etwa zehn Gramm. Eine Aufladephase zu Beginn der Creatinkur ist nach neuesten Erkenntnissen nicht notwendig, da die Einlagerung über die ganze Kur gleichmäßig geschieht. Die besten Tageszeiten für die Einnahme sind wie bei fast allen anderen Supplements auch, nach dem Aufstehen, vor und nach dem Training und vor dem Schlafengehen. Zur direkten Energiegewinnung fürs Training ist es ratsam eine Portion Creatin etwa eine Stunde vor dem Training einzunehmen.
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