Gut in Form - auch zu Hause |
Besonders unsportliche oder aeltere Menschen zoegern oft,
sich einen passenden Freizeitsport auszusuchen. Die Scham,
einen nicht formvollendeten Koerper im leichten Sportzeug
anderen preiszugeben wirkt fuer manche abschreckend.
Fuer solche Menschen ist ein Trainingsprogramm, das sie zu
Hause betreiben koennen, wesentlich attraktiver. Das Motto
dabei sollte sein: wenig zeitraubend, kein grosser Aufwand
mit Geraeten, keine komplizierten Bewegungsablaeufe, dafuer
aber sicher in der Wirkung auf den Koerper.
An erster Stelle steht in diesem Zusammenhang die Gymnastik.
Gefordert sind bei Gymnastik Koordination (Gewandheit, Ge-
schicklichkeit, Technik), Gelenkigkeit, Kraft, Schnellkraft,
Schnelligkeit, aerobe und anaerobe Ausdauer. Es kommt jetzt
darauf an, wo man den Schwerpunkt setzt, ob man mehr den
Muskel-Sehnen-Band-Apparat oder aber das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel trainieren will.
Im jugendlichen Alter kann regelmaessig betriebene Gymnastik
Haltungsschwaechen und -fehlern vorbeugen. Das gleiche gilt
fuer Berufstaetige mit sitzenden Taetigkeiten, die eine entsprechende Ausgleichsgymnastik benoetigen. Im Alterssport und
in der Rehabilitation dienen gymnastische Uebungen dem Zweck,
den Koerper vor Ausdauerbelastungen aufzuwaermen und darueber
hinaus altersbedingten Abbauvorgaengen der Skelettmuskulatur
entgegenzuwirken.
Zu Beginn eines gymnastischen Programms sollte man sich einige
Minuten auf der Stelle warm laufen. Damit wird einer Muskelzerrung vorgebeugt. Erst danach beginnt man mit gezielten
Dehnungs- und Kraeftigungsuebungen. Zwischen den Uebungen
lockert man den gesamten Koerper, besonders Arme und Beine
sollten kraeftig durchgeschuettelt werden. Auch das Laufen
auf der Stelle kann man zwischendurch immer wieder einbauen.
Den Schluss bildet die Abkuehlphase.
Die Raeume sollten gut belueftet sein.
Das alles geht noch besser mit flotter Musik, aber Vorsicht,
da Musik motivierend wirkt, muss man sich vor Ueberlastungen
hueten. Daher sollte man nach Bedarf Pausen einlegen oder
ein langsameres Tempo waehlen.
Auch waehrend des Aerobicprogramms sollte man von Zeit zu Zeit
seine Pulszahlreaktion messen. Wenn man die Regeln dafuer
beruecksichtigt, ist die Gefahr einer zu grossen Milchsaeureproduktion sehr gering.
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