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Massage daheim

Ganz wichtig: je besser die Vorbereitung desto tiefer die Entspannung!

Wann hilft eine Massage?

1. bei Rueckenbeschwerden
2. bei Angstzustaenden und Nervositaet
3. bei schlechter Durchblutung verschiedener Koerperteile
4. bei allgemeinem Stress und Abgespanntheit
5. bei allgemeinen Verspannungen und Kopfschmerzen

keine Massage!!
1. bei Erkrankungen des Nervensystems
2. bei Entzuendungen aller Art
3. nach den Hauptmahlzeiten
4. bei fieberhaften Erkrankungen
5. bei frischen Verletzungen
6. bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
7. bei Krampfadern, Thrombosen
8. zu Beginn einer Schwangerschaft
9. bei Krebserkrankungen

Ein warmes Bad oder ein Saunagang waermen den Koerper auf, was eine anschliessende Massage wirkungsvoller macht.

Suchen Sie einen geeigneten Platz, z.B. Bett oder Fußboden. Legen Sie Decken und Laken darueber um Oelflecken zu vermeiden.
Die nicht massierten Koerperteile z.B. Beine sollten zugedeckt werden. Auch als Masseur muessen Sie sich wohl fuehlen, deshalb unbedingt den Ruecken gerade halten und die Schultern nicht verkrampfen. Beim massieren auf die Wuensche des Partners eingehen. Wo tut es gut, wo schmerzt es?

Sorgenkind Ruecken

Fuehren Sie Zirkelungen (kreisfoermige oder zickzackfoermige Bewegungen) mit dem Daumen (Handballen, Fingern) entlang dem Rueckenstrecker aus. Beginnen Sie oberhalb des Kreuzbeines, bleiben Sie dabei seitlich nah an der Wirbelsaeule, bis ueber die Schulter hinweg, und bearbeiten Sie diesen Muskel ruhig mehrmals hintereinander. Sie werden einige Verhaertungen spueren, je tiefer Sie druecken, je nach Empfindlichkeit des Partners bearbeiten Sie diese Stellen staerker. Bleiben Sie dabei exakt auf den verkrampften Punkten mit kreisenden Bewegungen, bis sie sich aufloesen. Nun legen Sie beide Haende seitlich zum Beckenkamm auf, wobei die Daumen auf dem Rueckenstrecker liegen. Kneten Sie die gesamte breite Koerperseite, wobei Sie sich nach oben hin fortbewegen. Dasselbe koennen Sie mit der Daumen- und Fingerknettechnik ausfuehren, indem Sie den schmalen Muskelstrang direkt neben der Wirbelsaeule mit beiden Haenden zwischen Daumen und Finger nehmen und gegeneinander verschieben. Suchen Sie sich den Verlauf der Rippen (von den Brustwirbeln nach schraeg unten aussen), greifen mit den vier Fingern einer Hand in die Rillen und ziehen mehrmals mit Druck zur Wirbelsaeule hin.

Arbeiten Sie u.a. auch die Partie zwischen Schulterblatt und Wirbelsaeule aus, da sich hier oft Verspannungen finden- am besten mit Daumenzirkelungen, mit den Fingern oder mit den Knoecheln!

Griffe und Kniffe

Die klassische Massage beinhaltet grundsaetzlich Massagegriffe, welche je nach Behandlung miteinander kombiniert und wiederholt werden. Die Reihenfolge ist unwesentlich, allein wichtig ist es, jede Massage mit Streichungen zu beginnen. Mit ihnen kann man das zuvor angewaermte Oel oder die Lotion auf das zu behandelnde Koerperteil verteilen. Man beginnt immer unten und streicht entsprechend nach oben (Fuß-Gesaess; Gesaess-Schultern; Haende-Schultern). Nehmen Sie beide Haende, halten Sie den Koerperkontakt und ueber eine Art Kreisbewegung setzen Sie wieder unten an. Man kann mit mehr oder weniger Druck arbeiten um die Haut und Muskulatur vorzubereiten und Gewebesaefte wegzustreichen. Streichungen werden auch zwischendurch und zum Schluss eingesetzt. Man unterscheidet Handstreichungen (flache Hand passt sich der jeweiligen Koerperpartie an), Hand-ueber-Hand-Streichungen (Haende arbeiten fliessend nacheinander) und Knoechelstreichungen (mit geballter Faust). Diese werden mit mehr Druck bei besonders verspannter Muskulatur angewandt, wie Nacken- und Lendenbereich, rueckseitige Oberschenkel- und Wadenmuskulatur, wobei man nach oben hin mit Druck streicht und oben angekommen die Faeuste oeffnet und mit lockerer Hand zurueck streicht. Eine weitere Technik ist die Zirkelung fuer die tiefer gelegenen Muskeln. Man benutzt entweder den Daumen oder den Mittel- und Ringfinger zusammen, um kreisende, zickzackfoermige oder gerade Bewegungen entlang verspannter Muskulatur (Rueckenstrecker rechts und links neben der Wirbelsaeule ) auszufuehren. Auch der Handballen kann verwendet werden (bei schmerzhafteren Verspannungen). Besonders angenehm und deswegen gut bekannt sind die Knetungen. Diese koennen mit der ganzen Hand ausgefuehrt werden, wobei grosse Muskelpartien vollstaendig umfasst werden, kleinere Muskeln mit den Fingern. Die Muskulatur wird von einer Seite her gefasst, etwas angehoben und aehnlich wie Teig durchgeknetet, wobei die Haende/Finger wechselseitig gegeneinander den Muskel verschieben. Achten Sie darauf, dass die Hand Vollkontakt zum Muskel hat. Beginnen Sie wieder unten und arbeiten Sie sich knetend nach oben vor.

Alle beschriebenen Griffe koennen ueberall eingesetzt werden, besonders an den Beinen, Gesaess, Ruecken und ebenso an den Armen.

Schulter-Nackenpartie

Man streicht vom Kopf-Nackenuebergang nach unten ueber die Schultern. Dies hat den Sinn, dass keine Kopfschmerzen provoziert werden. Man leitet ueber das Streichen nach unten eher ab. Auch hier werden vorsichtige (!) Zirkelungen mit den Fingern vom Kopf bis ueber die Schultern ausgefuehrt.

Ebenso koennen sanfte Fingerknetungen der kleinen Nackenstrecker, die nach unten hin in grossflaechige Schulterknetungen uebergehen, angewendet werden. Die Schulter sollte besonders lange bearbeitet werden, denn beinahe jeder Mensch kennt hier Verspannungen (man nennt diese Partie auch die Muellhalde des Koerpers, wo sich Stress und Probleme als erstes aeussern). Beginnen Sie mit weichen Knetungen, keine spitzen Finger! Die einzelnen Griffe koennen beliebig wiederholt werden. Zwischendurch immer wieder Streichungen einbauen!

Zum Schluss streicht man parallel entweder von unten oder oben her mehrmals ueber den Ruecken, wobei der Ruecken ueber Druck ruhig etwas gestreckt werden darf. Der letzte Strich geht entweder von oben nach unten ueber das Gesaess nach aussen weg, oder von unten nach oben ueber die Schultern und ueber die Arme bis zu den Haenden.

Nach diesen Wohltaten sollte jeder noch eine kurze Ruhezeit einhalten, damit sich die Wirkung optimal entfalten kann.

Wenn Sie ernsthafte Rueckenprobleme und starke Schmerzen haben, evtl. mit Ausstrahlungen in die Arme oder Beine, konsultieren Sie unbedingt einen Arzt und lassen Sie sich anschliessend von ausgebildeten Therapeuten behandeln.

 
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