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60-Stunden-Woche und Schlafmangel begünstigen Herzinfarkt

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Menschen, die mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten und wenig schlafen, riskieren dabei einen Herzinfarkt. Das behaupten Forscher der japanischen Fukuoka Heart Study Group der Kyushu University und Experten des Guy's and St. Thomas' NHS Trust in London in der Fachzeitschrift Occupational and Enironmental Medicine.

Die Kombination aus Schlafmangel und Überarbeitung erhöhe den Blutdruck und Herzfrequenz und löse dadurch einen Herzinfarkt aus. Andere Expertengruppen bezweifeln in einem Bericht der BBC einen direkten Zusammenhang, denn eine präzise Begründung, warum eine 60 Std. – Woche das Herzinfarkt – Risiko erhöht, wird dort nicht genannt.

Die Forscher um Ying Jiu von der Fukuoka Heart Study Group untersuchten zwischen 1996 und 1998 - 260 Männer im Alter von 40 und 79 Jahren, die mit einem Herzinfarkt eingeliefert wurden, und verglichen diese mit 445 Männern der gleichen Altersgruppe, die noch nie einen Herzinfarkt erlitten haben.

Mit der Herzinfarkt-Gruppe wurden Interviews über die all wöchentlichen Arbeitsstunden, frei Tage und den täglichen Schlaf der letzten Jahre geführt. Genauso befragten die Ärzte die Kontrollgruppe. Zudem wurden alle möglichen Herzinfarkt-Risikofaktoren wie z.B. Gewicht, Lebensgewohnheiten und hoher Blutdruck in die Studie mit berücksichtigt.

Ein doppeltes Herzinfarkt-Risiko hatten Männer, die länger als 60 Stdunden pro Woche gearbeitet haben, als die Männer, die rund 40 Stunden pro Woche gearbeitet hatten.

Diejenigen, die an zwei Arbeitstagen in der Woche durchschnittlich weniger als 5 Std. schliefen, erlitten zwei bis drei Mal so häufig eine Herzattacke wie Langschläfer.

Resümee der Studie: Die Arbeitswochen sollten max. 40 Std. haben. Wer länger arbeiten muss, wird angeraten, für ausreichend Schlaf zu sorgen.