Nährstoffe

Achten Sie auf die Jodzufuhr !

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Wer hat nicht schon mal vom Jodmangel und dem daraus resultierenden Kropf gehört? Wahrscheinlich die meisten von uns. Aber waren Sie schon mal betroffen davon?

Jodmangel kann sehr schnell entstehen und viele sogar sind betroffen, ohne es zu wissen, da sie die Symthome nicht deuten können. In diesem Artikel behandeln wir das Thema Jodmangel und Schilddrüsenfunktionsstörung.

Die Bedeutung der Schilddrüse

Die Schilddrüse ist das Organ im Körper, das am stärksten durchblutet wird. In einer Stunde fließen durch sie 4 Liter Blut, was etwa zwei Drittel der gesamten Blutmenge sind.

Der Sitz der Schilddrüse ist auf dem Schildknorpel des Kehlkopfes. Von ihr werden die drei (jodhaltigen) Hormone Trijodthyronin, Thyroxin und Thyreocalitonin gebildet. Diese Hormone haben wichtige Stoffwechselaufgaben, wie die Aufrechterhaltung einer ausgeglichenen Energiebilanz.

Außerdem stimulieren die Schilddrüsenhormone die Tätigkeit von anderen endokrinen Drüsen, wie z.B. Nebenniere, Pankreas (Bauchspeicheldrüse) und die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und greifen damit in den Stoffwechsel der wichtigsten Hormone wie dem Wachstumshormon STH, Insulin und Testosteron ein.

Die Rolle des Jod

Für die Bildung der drei erwähnten lebenswichtigen Hormone benötigt die Schilddrüse Jod. Jod ist ein Spurenelement das in verschiedenen Lebensmitteln enhalten ist.

Die besten Jodlieferanten sind Seefisch, Milch und Lebensmittel, die mit jodhaltigem Salz zubereitet werden.

Liegt ein Mangel an Jod vor, so kann sich das in vielen Formen äußern. Häufige Anzeichen für einen Jodmangel sind:

  • Lethargie (Lustlosigkeit)
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • niedriger Blutdruck
  • Potenzverlust
  • trockene Haut
  • Hitzewallungen
  • Gewichtszunahme
  • unregelmäßiger Herzschlag
  • Müdigkeit

Ist es erstmal zu einem Kropf (deutlich vergrößerte Schilddrüse) gekommen, können auch Schluck- und Atembeschwerden auftreten.

Aus einem anhaltendem Jodmangel entsteht die Schilddrüsenunterfunktion.

Prävention und Gegenmaßnahmen

Um festzustellen, ob man an einer Schilddrüsenfunktionsstörung leidet und ein Jodmangel besteht, ist es am besten, einen Arzt zu konsultieren.

Die Untersuchung besteht gewöhnlich aus einem Abtasten der Region und einer Sonographie (Ulltraschalluntersuchung).

Frauen sind von einer Schilddrüsenfunktionsstörung durch Jodmangel ungefähr acht mal häufiger betroffen als Männer. Frauen sollten gerade in einer Schwangerschaft auf eine aussreichende Jodzufuhr achten, da ein Mangel an Jod auch das Ungeborene bzw. Neugeborene schädigen kann.

Das kann sich in Missbildungen, endemischen Kretinismus (Idiotie durch Jodmangel) sowie Entwicklungsstörungen aller Art äußern.

Eine Schilddrüsenfunktionsstörung tritt besonders häufig in Lebensabschnitten auf, in denen der Bedarf an den Schilddrüsenhormonen besonders hoch ist, wie dem Säuglingsalter, der Pupertät und der Schwangerschaft.

Im Kindesalter reicht bei einem Jodmangel meist die sofortige Erhöhung der Jodzufuhr, bei Erwachsenen ist die Zugabe von Schilddrüsenhormonen fast immer unumgänglich.

Beugen Sie also vor und erhöhen Sie bei Bedarf die Jodzufuhr und stellen Sie so auf einfache Weise eine verbesserte Gesundheit sicher.