Gesunde Ernährung

Grüner Tee schützt die Zellen

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Über die günstigen kardiovaskulären Auswirkungen von einem Glas Rotwein am Abend diskutieren Mediziner schon lange. In letzter Zeit widmen sich Forscher nun verstärkt dem grünen Tee. Regelmäßig genossen scheint er wahre Wunder vollbringen zu können - wenn man den Teilnehmern eines Symposiums glauben darf, das bei der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Chemie in New York stattfand.

Besonders einen gewissen Schutz vor Prostatakrebs scheint das Getränk zu bieten, das für den daran nicht gewöhnten Gaumen stets ein bißchen nach Gras schmeckt. Aber auch günstige Einflüsse auf das Herz-Kreislaufsystem und auf den Fettstoffwechsel werden dem grünen Tee nachgesagt.

Grüner Tee wird vor allem in China und Japan geschätzt. Er wird aus denselben Teepflanzen hergestellt wie schwarzer Tee. Im Gegensatz zu diesem aber werden die Teeblätter nach kurzem Erhitzen an der Luft getrocknet. Der für den schwarzen Tee typische Gärungsprozess, bei dem viele medizinisch wirksame Bestandteile abgebaut werden, fällt weg. Für die medizinischen Wirkungen des grünen Tees scheinen vor allem Polyphenole bedeutsam zu sein. Alle in New York präsentierten Arbeiten bezogen sich auf diese aromatischen Alkoholabkömmlinge. Das Besondere am grünen Tee ist dessen sehr hoher Gehalt an einer bestimmten Sorte von Polyphenolen, den Katechinen. Diese gehen bei der Schwarztee-Fermentierung verloren.