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Suchtgefahr: Kann man von Ephedrin abhängig werden?

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Mit dem Thema Ephedrin und Abhängigkeit beschäftigen Wissenschaftler aus den USA.

Ephedrin ist eine Substanz, die aus der Mahuang-Pflanze gewonnen wird und in China schon seit 5000 Jahren für medizinische Zwecke genutzt wird.

Im Bodybuilding wird Ephedrin zur Fettverbrennung eingesetzt, da es Fett in Wärmeenergie umwandelt (Thermogenese). Viele Bodybuilder kombinieren Ephedrin mit Coffein und Aspirin, was die thermogene Wirkung noch steigert.

Ephedrin ist nicht auf dem freien Markt erhältlich, da es rezeptpflichtig ist, und auch in den USA sind immer mehr Staaten dazu übergegangen, diese Substanz nur auf Rezept zu verkaufen.

Die Wirkungsweise von Ephedrin besteht darin, dass die Katecholaminausschüttung (insbesondere Adrenalin und Noradrenalin) stimuliert wird, was sich auf den Fettabbau positiv auswirkt.

Die Nebenwirkungen dieses Mittels, Bluthochdruck, Herzrasen und unregelmäßiger Herzschlag, Schweißausbrüche usw. Aufgrund dieser Nebenwirkungen ist es allemal gerechtfertigt, dass Ephedrin nicht frei erhältlich ist.

Gerade Menschen mit Bluthochdruck, einem Schliddrüsendefekt oder Herzkreislaufproblemen sollten von Ephedrin auf jeden Fall absehen, da die Einnahme sonst ernste gesundheitliche Folgen haben könnte.

Rein chemisch gesehen ähnelt Ephedrin von der Struktur her dem Amphetamin (eine leichte Droge), obwohl die stimulierende Wirkung natürlich wesentlich geringer ist.

Aufgrund der Ähnlichkeit in der chemischen Struktur ging eine Untersuchung vor ein paar Jahren dem Verdacht nach, dass Ephedrin eine ähnliche suchtauslösende Wirkungen hat wie Amphetamin.

In der Studie prüfte man bei 18 Frauen und 9 Männern, welche der beiden Substanzen eher suchtauslösend ist.

Das Ergebnis war, dass Ephedrin eher den schwachen Stimulanzien wie Koffein in seiner suchtauslösenden Wirkung entspricht. Somit wurde widerlegt, dass Ephedrin in Bezug auf eine suchtauslösende Wirkung in einem Atemzug mit Amphetamin zu nennen ist.

Auch klingt die anregende Wirkung von Ephedrin recht schnell wieder ab, mit einer geringen Halbwertszeit von 6 Stunden. Das bedeutet, dass nach diesen 6 Stunden die Hälfte des Ephedrins wieder ausgeschieden ist.

Die thermogene Wirkung bleibt jedoch noch eine ganze Zeit länger erhalten, da Ephedrin die Umwandlung von dem schwachen Schilddrüsenhormon T4 in die wirkungsvollere Form T3 verstärkt, was den Grundumsatz sehr lange erhöht.