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Sauer macht krank - Die Bedeutung des Säuren-Basen-Haushalt

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Beim verdauen und anderen Stoffwechselvorgängen werden im Körper ständig Säuren gebildet. Das ist ein normaler Vorgang und sollte für einen gesunden Organismus kein Problem darstellen, da er verschiedene Möglichkeiten besitzt diese wieder abzubauen. So können überschüssige Säuren über die Lunge, Haut, den Darm und die Nieren ausgeschieden werden. Besteht jedoch im Körper eine Übersäuerung, dann reichen die eigenen Säureabbaufunktionen nicht mehr aus.
Die Ursachen einer Übersäuerung können die zu geringe Aufnahme von basenbildenden Nahrungsmitteln, der Konsum von überwiegend säurebildenden Nahrungsmitteln, Stress, verminderte Säureausscheidung, Bewegungsmangel und Verdauungsprobleme sein.

Besteht eine Übersäuerung des Körpers, so kann sich dies in verschiedenen Symptomen äußern, wie z.B. hoher Puls und Blutdruck, Schlafstörungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautprobleme, verminderte Leistungsfähigkeit, plötzlich auftretende Allergien und latentes Unwohlsein. Es gibt auch einige Ärzte die eine Übersäuerung mit Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Rosazea direkt in Verbindung bringen bzw. hierbei die Ursache für diese Krankheiten sehen.

Im Magen werden Nahrungsmittel jeweils in einem sauren oder basischen Mileu verstoffwechselt. Nahrungsmittel die einen hohen Gehalt an Fett, einfachen Kohlenhydraten und Eiweiß haben, wie z.B. Fleisch, Fisch, Eier, Käse und Getreideprodukte bilden im Körper Säuren. Aber auch koffeinreiche Getränke wie Cola und Kaffee gelten als starke Säurebildner. Während Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen wie Gemüse, Obst und Milchprodukte als Basenbildner gelten.

Ob ein Stoffwechsel sich gerade in einem sauren oder basischen Bereich befindet wird durch den PH-Wert bestimmt. Beträgt der PH-Wert weniger als 7,2 dann befindet sich der Körper in einer sauren Stoffwechsellage. Im Normalzustand beträgt der PH Wert 7,4.

Wenn es zu einer Übersäuerung gekommen ist, die sich durch den Indikatorpapiertest (in der Apotheke erhältlich) und das Basen-Säuren- Testset (beim Hausarzt erhältlich) zweifelsfrei feststellen lässt, dann sollte man zunächst seine Ernährung umstellen, dass heißt, die Ernährung sollte von nun an zu 80% aus basenbildenden Nahrungsmitteln bestehen und nur zu 20% aus Säurebildnern. Desweiteren sollte auf genügend Bewegung (Sport) und eine vermehrte Flüßigkeitszufuhr geachtet werden. Bei einer starken Übersäuerung sollte man aber zusätzlich auf konzentrierte basenbildende Nahrungsergänzungen wie Spirulina, Bullrich-Salz, Alkala usw. die man in der Apotheke erhält zurückgreifen, da sie meist durch normale Maßnahmen nicht mehr auszugleichen ist.