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Sport hilft gegen "Wechseljahre-Kilos"

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Die Wechseljahre sorgen bei vielen Frauen für eine deutliche Gewichtszunahme - obwohl sie nicht mehr essen. Studien zeigen, dass rund 60 Prozent aller Frauen in der Zeit vor und während des Klimakteriums bis zu 13 Kilo zunehmen, wie die Zeitschrift "Vital" in ihrer neuen Ausgabe berichtet.

"Hauptverantwortlich ist ein sinkender Grundumsatz", sagt der Rostocker Gynäkologe Professor Gunther Göretzlehner. "Der Körper benötigt mit zunehmendem Alter weniger Kalorien. Und in den Wechseljahren nimmt dieser Grundumsatz durch den Abfall der Hormone noch weiter ab."

Mit einem einfachen Ernährungs- und Fitnessprogramm lassen sich die Pfunde wirksam wieder abbauen.

Hilfreich ist beispielsweise ein passender Speiseplan. Wer ab 16 Uhr aufs Essen verzichtet, regt dadurch die Produktionen von Wachstumshormonen und dem "Glückshormon" Melatonin an.

Das geschieht auch durch ausreichend Schlaf, denn dadurch wird der Stoffwechsel jeder Zelle auf ein junges "Verbrennungsniveau" gebracht, die Muskulatur auf- und Fettgewebe abgebaut.

Auch mit pflanzlichen Östrogenen (beispielsweise Soja, Linsen, Leinsamen, Spargel) lässt sich der Abbau der Sexualhormone auffangen. Um die vielfach auftretenden Hitzewallungen zu lindern, sollte man zudem auf "aufheizende" Lebensmittel wie Kaffee, Tee, scharfe Gewürze und Alkohol verzichten.

Zugleich ist Sport eine wichtige Hilfe für die effektive Gewichtsreduzierung. Denn so lässt sich der Stoffwechsel austricksen und Fett in Muskulatur umwandeln.

Wer Fett verbrennen will, der muss Ausdauertraining wie Walken, Schwimmen oder Radfahren betreiben. Und wer Muskelmasse benötigt, der sollte Krafttraining machen.

Frauen in den Wechseljahren brauchen beides. Für ein wirksames Krafttraining muss man übrigens nicht ins Fitnessstudio gehen. Auch ein regelmäßiges Heimtraining mit Springseil, ein paar gefüllten Wasserflaschen als "Hanteln" und einfachen gymnastischen Übungen sind äußerst effektiv.