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THC im Kraftsport

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Seit langem kennt man die Wirkungen von Cannabis (THC). Schon vor rund 5000 Jahren sollen es die Asiaten, unter anderem als menstruationsförderndes Mittel, genutzt haben.

So wurde überliefert: Cannabis wirkt schmerzlindernd, entspannt die Muskeln, hemmt Entzündungen, ist beruhigend und antiepileptisch.

Da das Interesse bzgl. der Auswirkungen von THC/Kiffen auf den Muskelaufbau nicht nachlassen, hier zunächst ein paar klare Aussagen zur Aufklärung über generelle Nebenwirkungen:

  • THC macht zwar nicht körperlich abhängig, dafür aber psychisch schon!
  • THC kann sogenannte Psychosen oder Antriebsstörungen (Lustlosigkeit) verursachen!
  • THC ist ein Harz, das beim Konsum mit Tabak gemischt wird, daher auch schädlich für die Lunge und weitere beteiligte Organe!

Das menschliche Gehirn wird stark beeinflusst, aus der heutigen Sicht können die genauen Ausmaße noch nicht exakt bestimmt werden.

Wie wirken sich Kiffen oder THC auf den Kraftsport aus?

Hierzu ein paar Fragen, die immer wieder auftauchen:

Wie wirkt sich THC auf das Training aus (gehen wir mal von einem Konsum von max. 2 Joints am Wochenende in der Trainingspause aus)?

Habe ich eine bessere Durchblutung vom Kiffen?

Ich kann mich meistens nach dem Konsum von Gras besser auf mein Training konzentrieren, kann das sein?

Zusammengefasste Antwort:

Da THC die Wirkung der Muskelentspannung nachgesagt wird, denken viele THC-Konsumenten, dass es sich wie o.g. um eine gute Idee handelt. THC kann jedoch Antriebsstörungen auslösen und führt damit zu Lustlosigkeit vor und während dem Training. Es demotiviert eher, als dass es hilft!

Beim Krafttraining wäre die Wahrnehmung des Sports bei dem Konsum von THC stark verändert (ob nun positiv oder negativ kommt auf den jeweiligen Typ an). Das birgt einige Gefahren mit sich: erhöhte Unfallgefahr, aber auch Überschätzung der eigenen Leistung.

Die Durchblutung wird durch den Konsum eher “normalisiert“ bzw. gesenkt, es wirkt daher der besseren Durchblutung entgegen.

Fazit:

  • Muskelentspannung: vielleicht
  • positiver Trainingseffekt: nein

In geringen Dosen führt THC zu Entspannung, Schläfrigkeit, niedrigen Blutdruck und veränderter Wahrnehmung von Zeit und Raum. Bis jetzt ist ungeklärt, ob der Konsum von Cannabis-Produkten (Marihuana und Haschisch) süchtig macht.

Chronischer Missbrauch kann allerdings zu Wesensveränderungen, wie Rückzug in sich selbst, Willensschwäche und drastisch verminderte Frustrationstoleranz führen.