Die Kraft der Pilze

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Pilze sind bei uns in Deutschland nicht besonders populär als Nahrungsmittel. Dabei haben es diese unscheinbaren Schattengewächse in sich. Sie zählen weder zu den Pflanzen noch zu den Tieren.

Biologen wissen erst seit einigen Jahren, dass man die Pilze in eine eigene Kategorie der Lebewesen zuordnen muss. Der Grund hierfür ist die Tatsache, dass Pilze keine Photosyntese nutzen, ihre Nährstoffe mit Hilfe von Sonnenlicht bilden.

Sie ernähren sich wie Tiere von organischem Material. Das geschieht, indem sie Verdauungsstoffe abgeben, die umliegende organische Gewebe, von z.B. Holz oder toten Tieren verflüssigen, womit es letztendlich durch die Zellwände vom Pilz aufgenommen werden kann.

Die Zellwände von Pilzen bestehen aus Chitin, welches auch der Hauptbestandteil der Körperhüllen von Krebstieren und Insekten ist, womit die Verwandtschaft zur Tierwelt noch deutlicher wird.

Der Pilz als Heilmittel

In China werden Pilze seit vielen Jahrhunderten als Heilmittel für verschiedene Anwendungsgebiete wie z.B. Erkältungen, Schwächezuständen, Magenverstimmungen, Allergien und allgemein zur Verlangsamung von Alterungsprozessen eingesetzt.

Als populärster Vertreter seiner Art gilt in China der Shiitake welcher besonders Mineralstoffreich ist. Auch die Vitamine B1 und B2, welche für viele wichtige Vorgänge in unserem Körper verantwortlich sind, enthält der Pilz in großer Menge.

Es wurde auch bestätigt, dass eine große Schutzwirkung gegen Grippe vorliegt und außerdem die Blutfettwerte gesenkt werden können, da der Pilz das schädliche LDL-Cholesterin im Blut in das nützliche HDL-Cholesterin umwandeln kann.

Shiitake in trockener Form enthält ca. 10% Rohprotein, was besonders für Bodybuilder interessant sein dürfte. Das Protein in diesem Pilz enthält alle essentiellen Aminosaeuren und ist besonders gut verdaulich. Aufgrund seines hohen Wassergehaltes von ca. 90% haben Pilze eine sehr geringe Nährstoffdichte und sind besonders gut bei einer Diät geeignet.

So haben 100 Gramm Shiitake nur etwa 42 Kalorien, mit den anderen Pilzsorten verhält es sich ähnlich.

Champignons und Co.

Den europäischen Pilzen werden zwar nicht unbedingt die Heilwirkungen von Shiitake nachgesagt, jedoch sind sie nicht weniger gesund.

Mann sollte allerdings die Zuchtpilze den Wildpilzen vorziehen, da die wildwachsenden Pilze mit Schadstoffen belastet sein können. Deshalb sollte man von Wildpilzen auch nicht mehr als 250 Gramm pro Woche verspeisen.

Die Zuchtpilze wie z.B. Champignons, Austernpilze und Egerlinge die es in jedem Supermarkt gibt, können aber ohne Bedenken konsumiert werden.

Sie sind reich an Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium und Eisen und enthalten auch Vitamine der B Gruppe in großer Menge. Champignons enthalten auch das lebenswichtige Vitamin D, das beim Knochenaufbau hilft.

Mit Pilzen lassen sich die verschiedensten bekömmlichen Mahlzeiten zubereiten, ob als Hauptgericht in einem Pilz-Ei-Omlett, als Beilage oder als Pilzsoße zu Fleisch, Pilze sollten öfters auf unseren Tisch kommen.

Champignons für den Muskelaufbau

In diesem Video zeigt Dir Simon ein leckeres Rezept für Anabole Champignongs, denn Pilze eignen sich hervorragend für den Muskelaufbau:

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Juliane
Hi, ich bin Juliane Werner, Autorin und Redakteurin bei fitnessletter.de. Nachdem ich meine Laufbahn im Leistungssport beenden musste und nach der Geburt meiner beiden wundervollen Kinder beschäftige ich mich nun vor allem damit, meiner Familie und mir einen gesunden und aktiven Lifestyle zu ermöglichen, was zu Beginn offen gestanden nicht ganz einfach war. Meine Erfahrungen und Erkenntnisse teile ich hier mit unseren Lesern und hoffe, auch ihnen zu besseren Entscheidungen im Alltag zu verhelfen.
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