Gut schlafen: Warum Verdunklung im Schlafzimmer wichtig ist

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Schlaflosigkeit beeinträchtigt nicht nur den Fitnesslevel und die allgemeine Leistungsfähigkeit, sondern schadet langfristig der Gesundheit. Ein häufig unterschätzter Faktor für Schlafstörungen ist dabei unter anderem auch ein unzureichend abgedunkeltes Schlafzimmer.

Wie eine aktuelle niederländische Studie mit Mäusen nahelegt, wirkt sich Licht deutlich schlafmindernd aus. So reagierten die Versuchstiere, die Tag und Nacht unter Dauerbeleuchtung standen, mit erhöhten Entzündungsparametern im Blut.

Auch ein rapider Muskelabbau wurde im Rahmen der Untersuchung beobachtet. Schlafmediziner gehen davon aus, dass Lichtexposition während der Nacht dieselben Auswirkungen beim Menschen hat.

So unterliegt auch der menschliche Körper einem naturgegebenen Hell-Dunkel-Rhythmus, der vor allem über das Schlafhormon Melatonin gesteuert wird. Bei Dunkelheit wird es vermehrt produziert und erzeugt die für den Schlaf notwendige Müdigkeit.

Lichtzufuhr wiederum hemmt die Produktion des Hormons – das Gehirn bekommt das Signal wieder aufzuwachen.

Kurzum: Licht während des Schlafs macht krank, gebrechlich – und schneller alt. Schlafmediziner raten daher, im Schlafraum während der Nachtruhe für absolute Dunkelheit zu sorgen.

In Schlafräumen nur ausgewiesene Verdunklungsgardinen verwenden

Es gibt eine ganze Reihe an äußeren Lichtquellen, die den Schlaf beeinträchtigen oder vorzeitig beenden – ob Laternen, Reklameleuchten, Autoscheinwerfer, Mondlicht oder die recht früh aufgehende Sonne im Sommer.

Wichtig: Ein Fenster-Sonnenschutz für den Schlafzimmerbereich muss vor allem einen ausreichend hohen Lichtschutz aufweisen.

Es empfiehlt sich, hier ausschließlich einen vollständig abdunkelnden Stoff einzusetzen, zum Beispiel in Form von komplett lichtundurchlässigen Verdunklungsgardinen. Lediglich blickdichte Fensterdekos oder Dimout-Stoffe hingegen sind ungeeignet, um das Schlafzimmer verlässlich lichtfrei zu halten.

Insbesondere in Städten mit einem hohen Grad an Lichtverschmutzung oder auch in Räumen, die von sich aus stärker einem Lichteinfall ausgesetzt sind, wie Zimmer mit großen Fenstern oder Dachräume, bieten sie nur unzureichende Verdunklung.

Keine Elektrogeräte & Leucht-Displays im Schlafbereich!

Schlafforscher sind sich ebenso einig darin, dass auch leuchtende Elektronikgeräte schlafstörend sind.

Denn die schlaffördernde Melatoninproduktion gerät selbst bei kleineren Lichtmengen im Raum schnell ins Stocken, die von Weckern, Smartphones oder LED-Lämpchen ausgehen. Sie sollten daher strikt aus dem Schlafraum verbannt werden.

Das Gleiche gilt für W-Lan-Boxen. Denn sie strahlen nicht nur in erheblichem Maße Licht ab, sondern auch elektromagnetische Strahlen.

Wer eine kleine Einraumwohnung hat und mehr oder weniger gezwungen ist die Box in seinem Schlafbereich aufzustellen, sollte sie zumindest während der Schlafenszeit über einen Steckleiste mit Kippschalter deaktivieren.

Lichtfreier Schlafraum – die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

  • Für bestmögliche Verdunklung sorgen, beispielsweise mit Verdunklungsgardinen oder einem anderem absolut lichtundurchlässigen Sonnenschutz
  • Elektrische Geräte aus Schlafbereich fernhalten
  • Alternativ: Elektrogeräte mit Mehrfachstecker und Kippschalter nachts ausschalten

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