Innere Ausgeglichenheit durch tägliche Fitness-Übungen

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Denken Bewegungsmuffel an Sport im Allgemeinen und Fitness im Speziellen, haben sie sicher nicht sofort die mentalen Benefits im Sinn. Abnehmen oder Muskelaufbau scheinen die häufigsten Gründe zu sein, die Sporttasche zu packen.

Fragt man jedoch regelmäßige und vor allem langjährige Sportler nach ihrem persönlichen Gewinn durch Bewegung, wird im Gegensatz dazu sehr häufig der mentale Aspekt genannt, den körperliche Bewegung mit sich bringt.

Vielmehr noch: Er scheint es zu sein, der die aktiven Menschen bei der Stange hält!

Was Bewegung für uns tut

Bewegung tut gut – so viel weiß jeder. Doch was ist es genau, was sich so positiv auf uns Menschen auswirkt?

Sicher ist es die Tatsache, dass mit Sport durchaus der Weg zum Wunschgewicht bereitet wird. Auch, dass Beschwerden, wie Rückenschmerzen effektiv beseitigt werden können. Und nicht zuletzt, dass mit dem richtigen Training dem definierten Traumkörper ein gutes Stück näher zu kommen ist.

Doch das ist längst nicht alles. Weitaus tiefer liegende Auswirkungen hat regelmäßiges Training. Dazu muss man verstehen, dass Körper und Gehirn miteinander in ständiger Kommunikation stehen – auch was sportliche Anstrengungen betrifft.

Bei Bewegung, egal ob Ausdauersport oder Krafttraining wird Serotonin, das Glückshormon wie es im Volksmund gerne genannt wird, ausgeschüttet. Diese Tatsache hat enorme Konsequenzen und ist letztendlich „schuld“ daran, dass wir beim Sport bei der Stange bleiben und unsere Ziele erreichen!

Die Psyche – ein nicht zu unterschätzender Mitspieler

Das Serotonin sorgt bereits während des Trainings dafür, dass Lust und Freude an der Bewegung aktiv empfunden werden. Besonders bestaunenswert, da sehr eindeutig, geschieht das bei Kindern.

Jauchzende Kinder auf dem Trampolin, die gar nicht mehr aufhören wollen? Keine Seltenheit! Finden auch Erwachsene eine Sportart oder Fitnessübungen, die ihnen gelingt und bei der sie Erfolge sehen, wird also Serotonin ausgeschüttet. Doch nicht nur dann.

Auch umgekehrt funktioniert es glücklicherweise: Selbst bei Sportarten, die wir eigentlich nicht mögen, wird allein durch die Muskelbewegung und der vermehrten Sauerstoffaufnahme das Hormon gebildet – und sorgt womöglich dafür, dass wir zumindest nach dem Training das Sporteln als sehr positiv und angenehm empfinden.

Fazit eines regelmäßigen Trainings: Das Gehirn verlangt – im positiven Sinne – nach seiner Portion Serotonin und folglich nach seiner Sporteinheit. Ein solcher Mechanismus ist wohlbekannt und schaltet sich leider auch bei unguten Angewohnheiten ein: Die Tüte Gummibärchen vor dem Fernseher, das Glas Wein oder die Zigaretten – getriggert durch das Verlangen nach einem Serotoninausschuss, welcher nach dem Nachgeben erfolgt.

Doch glücklicherweise lässt sich dieser Mechanismus hervorragend auch für das Etablieren guter Angewohnheiten nutzen – wie eben des täglichen Workouts!

Das Gehirn auf die tägliche Dosis Fitness programmieren

Der Genuss eines täglichen oder zumindest sehr häufigem Trainings stellt sich leider nicht nach zwei Wochen Fitnessclub ein. Ein wenig Geduld und die richtigen Tricks braucht es dazu schon.

Am Anfang überwiegt nämlich oft das unangenehme Gefühl überforderter Muskulatur oder die Ernüchterung, im Yoga noch Welten entfernt von der sauberen Ausführung simpel anmutender Übungen zu sein. Gerade im dritten und vierten Monat, wenn die Faktoren „neu und aufregend“ nicht mehr zählen, steigt die Gefahr aufzugeben.

In dieser Phase funktioniert das Belohnungsprinzip hervorragend, um uns bei der Stange zu halten. Ein Foto in Bikini oder Shorts vor dem Start des Sportvorhabens dient als wunderbarer Vorher-Nachher-Vergleich und ermutigt zum Durchhalten der anstrengenden Phase, nachdem die erste Euphorie abgeebbt ist.

Wer das erste Jahr konsequent sein Pensum durchzieht, kann sich sicher sein, dass das Gehirn gelernt hat, dass durch das Sporteln dank Serotoninausschüttung Entspannung, Glück und Zufriedenheit empfunden werden kann. Dann dient das Unterbewusstsein als Antriebsmotor und ist sicher stärker als der innere Schweinehund!

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