Weshalb Saunagänge für die Gesundheit und Fitness förderlich sind

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Bild: ulleo, pixabay.com

Die Skandinavier wissen die Wirkung eines richtigen Saunabades schon seit jeher zu schätzen. Auch hierzulande erfreuen sich Saunen Beliebtheit, wenn doch in Grenzen. Dabei bietet die Schwitzkammer mit Temperaturen bis zu 100 Grad viele Vorteile für die Gesundheit und Fitness. Feststeht: Regelmäßiges Saunieren fördert die Gesundheit.

Wie der Körper beim Saunieren reagiert

Wer schon einmal in einer Sauna war, weiß, dass sie nicht umsonst auch „Schwitzkammer“ genannt wird. Während hierzulande 80-100 Grad Saunatemperatur üblich sind, wird in Finnland mit bis zu 120 Grad sauniert. Dabei sei bemerkt, dass ein kurzer Saunagang bei hohen Temperaturen zielbringender ist, als ein langer Saunagang bei niedrigen Temperaturen.

Begibt man sich in die Holzkabine, reagiert der Körper ziemlich schnell. Während die Hautoberfläche sich um drei bis zehn Grad erwärmt, heizt das Innere des Körpers ebenso um ein bis zwei Grad an. Das simuliert dem Körper Fieber und die Abwehrzellen werden aktiviert. Des Weiteren weiten sich die Blutgefäße und die Herzfrequenz steigt an. Während man den Schweiß den Körper heruntertropfen spürt, reagieren vor allem Blutkreislauf und die Atemwege auf den Saunagang. Immerhin verliert man bei 15 Minuten saunieren einen guten halben Liter Schweiß.

Sauna als Detox-Maßnahme

Was heutzutage als Trend gilt und durch diverse Saftkuren erreicht werden soll, wissen regelmäßige Saunagänger schon lange zu schätzen: Der Detox-Effekt, der ein Art Entgiftung möglich macht. Der Schweiß, den man beim Saunieren absondert, schwemmt nämlich etwaige Abfallstoffe des Körpers aus. Dadurch, dass am Anfang des Schwitzprozesses, die ausgeschiedene Flüssigkeit aus dem Blut gewonnen wird, verdickt sich dieses ein wenig infolgedessen. Erst dann greift der Körper zum Herstellen des Schweißes auf Muskel, Fett- und Bindegewebe zu und entzieht diesem das Wasser. So werden die Gewebe von Schadstoffen, welche aus dem Stoffwechsel herstammen, befreit. Die Entziehung des Wassers aus diesen, schwemmt auch die schädlichen Stoffe mit. Die Abfallstoffe gelangen somit ins Blut und werden am Ende des Vorganges mit dem Urin ausgeschieden. Das regelmäßige Saunieren dient also als regelmäßige Detox-Kur.

Besser Atmen durch regelmäßiges Saunieren

Das Atmen während des Saunierens wirkt besonders wohltuend. Jeder kennt diese trockene, nach Holz riechende Saunaluft, die einem das Gefühl gibt, die gesamten Atemwege zu befreien. Tatsächlich ist es so, dass die heiße Saunaluft die Durchblutung der Schleimhäute anregt. Nicht umsonst dient die Sauna seit langem als Heilmethode gegen Erkältungen und auch schwere Atemwegserkrankungen. Während des Saunierens entspannen sich nämlich die Muskeln. Das führt bei Menschen, welche beispielsweise Probleme mit den Bronchien haben, dazu, dass das Atmen, durch das höhere Fassungsvermögen der Lunge, leichter fällt. Auch bei Asthmatikern wird das regelmäßige Saunieren empfohlen.

Regelmäßige Saunagänge stärken das Immunsystem

Wer regelmäßig durch Saunagänge stark ins Schwitzen kommt, wird laut Studien auch seltener krank. Dies lässt darauf zurückführen, dass das Verweilen in der heißen Holzkammer das Immunsystem stärkt. Ein starkes Immunsystem beugt wiederum Krankheiten und Erklärungen vor.

Saunagänge für den idealen Blutdruck und ein gesundes Herz

Während des Saunierens sinkt der Blutdruck in der Regel. Bei Personen mit hohem Blutdruck, kann das Saunieren dabei helfen, diesen zu regulieren. Bei Personen mit zu niedrigem Blutdruck wiederum, steigt dieser beim Saunieren bis zum idealen Druck an. Hat man jedoch das Glück einen idealen Blutdruck zu besitzen, so verändert dieser sich in der Sauna kaum. Dennoch bietet die Schwitzkammer Vorteile für den Blutkreislauf und das Herz aller Personen an. Durch den Hitzereiz pumpt das Herz schneller und effektiver, mit einem erhöhten Pulsschlag von guten 50%. Außerdem weiten sich die Blutgefäße, darunter die Herzkranzgefäße. Dies wirkt sich effektiv auf die Gesundheit des Herzens und des Blutkreislaufes aus. Gerade deswegen wird Patienten, welche einen Herzinfarkt erlitten haben, der Gang in die Sauna empfohlen. Sind die Blutgefäße nach der Genesung nämlich vernarbt, kann das Saunieren wahre Wunder für diese wirken.

Ein besseres Hautbild durch Saunieren

Viele Menschen bemerken nach einem ergiebigen Saunagang, dass das Hautbild auf einmal viel vitaler wirkt. Dies lässt sich auf die gute Durchblutung auf Grund der Hitze zurückführen. Außerdem haben Studien festgestellt, dass die Haut durch Saunagänge mehr Feuchtigkeit speichern kann. Dies wirkt wiederum Faltenbildung entgegen.

Sauna in Verbindung mit sportlicher Aktivität

Das regelmäßige Saunieren wirkt sich in Verbindung mit Sport auch auf die Fitness aus. Dabei muss beachtet werden, dass der Saunagang nach der sportlichen Aktivität stattfindet. Da das Verweilen in der Schwitzkammer für den Körper schon ein kleines Training darstellt und die Herzfrequenz erhöht wird, wäre dies vor der Aktivität kontraproduktiv. Sauniert man jedoch nach dem Sport, sorgt die muskelentspannende Wirkung des Hitzereizes für positive Effekte. Daher dient die Sauna in Fitnessstudios nicht nur zum Entspannen und Seele baumeln lassen, sondern wirkt tatsächlich als Ergänzungsmittel für eine bessere Gesundheit. Trotzdem die Muskeln sich durch die starke Durchblutung beim Saunagang entspannen können, ist es erwähnenswert, dass Muskelkatern dadurch nicht vorgebeugt werden kann.

Fazit

Der Saunagang fördert die Gesundheit eines jedermanns und kann mit Verbindung von Sport auch als Wundermittel für einen vitalen, jungen Körper und Geist sorgen. Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass manche Personen den Saunagang vermeiden sollten. Dazu gehören solche mit Herzproblemen oder alkoholisierte Personen. Daher rentiert es sich bei körperlichen Beschwerden, sich davor mit einem Arzt abzusprechen.

Quellen und weiterführende Infos:

 

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