Vegane Ernährung: gesund oder nicht?

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In der Vergangenheit wurden Veganer häufig als „Müslifresser“ belächelt und fristeten ein Nischendasein. Nicht zuletzt durch prominente Unterstützung und Werbung erlebt der Veganismus aktuell aber einen unerwartete Hype, und Supermarktregale sowie Restaurants bieten dem neuen Kundenstamm eine große Auswahl tierfreier Produkte.

Aber wie gesund ist der Verzicht auf Tierprodukte wirklich?

Veganismus: ethische und gesundheitliche Aspekte

Vielleicht hast Du auch einen oder mehrere Veganer in Deinem Freundeskreis. Der Prozentsatz der Menschen, die sich komplett ohne Tierprodukte ernähren, ist in den letzten Jahren stetig angestiegen.

Die Gründe, warum Leute sich entscheiden, vegan zu leben, können ganz unterschiedlich ausfallen. Oftmals stehen ethische Aspekte dahinter, denn Fleisch, Milch und Eier sind nicht selten mit fragwürdigen Haltungsbedingungen verbunden.

Genauso häufig spielt aber auch die Gesundheit eine Rolle, denn eine rein vegane Ernährung gilt als besonders gesund und soll vielen Wohlstandserkrankungen vorbeugen.

Wie gesund ist vegan wirklich?

Wer sich vegan ernährt, verzichtet automatisch auf tierisches Eiweiß und tierische Fette. Diese sind maßgeblich an der Entstehung von Diabetes, Übergewicht und einem hohen Cholesterinspiegel beteiligt.

Statistiken zeigen, dass Veganer deutlich seltener unter diesen Krankheiten und Symptomen leiden. Zudem wirkt sich ein tierproduktfreier Lebensstil positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.

Da Veganer naturgemäß viel mehr pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen, kann die Ernährung ausgewogener und gesünder ausfallen – vorausgesetzt, dass wirklich möglichst unbehandelte, unverarbeitete und ausgewogene Produkte konsumiert werden.

Wenn Du als Veganer nur Fast Food zu Dir nimmst, lebst Du kaum gesünder als ein Omnivore („Allesesser“).

Ausgewogen essen und Mangelerscheinungen vorbeugen

Grundsätzlich kann sich eine rein vegane Ernährungsweise positiv auf Deinen Körper und Deine Gesundheit auswirken. Voraussetzung ist aber, dass Du darauf achtest, alle Vitamine, Nährstoffe und Mineralien in ausreichendem Maße zu Dir zu nehmen.

Das gilt zwar allgemein auch bei einer omnivoren Ernährung; durch den Verzicht auf Tierprodukte kann es aber bei Veganern unter Umständen zu Mangelerscheinungen kommen.

Besonders, wenn es um Proteine und Calcium geht, brauchen Veganer ein „Plus“, um die fehlenden tierischen Eiweiße und Co. zu ersetzen. Hier sind Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen, Soja-, Hafer- und Reismilch sowie Tofu, Bulgur und Quinoa adäquate Lebensmittel, die eine ausreichende Versorgung gewährleisten.

Vitamin B12: Nahrungsergänzungsmittel verwenden

Viele Veganer weisen trotz ausgewogener und bewusster Ernährungsweise einen Mangel an Vitamin B12 auf.

Dieses kann bei einem Verzicht auf Tierprodukte kaum in ausreichender Menge ersetzt werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, auf Vitamin B12 durch entsprechende hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.

Regelmäßige Untersuchungen beim Arzt helfen dabei, den Gesundheitszustand zu überwachen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

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