Vitamine

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Vitamine sind wichtige kleine Helfer im Körper und können bereits in winzigen Mengen große Wirkung zeigen. Ohne die natürlichen Vitamine wäre unser Leben nicht möglich. Sie regeln Körperfunktionen, schützen und stärken das Immunsystem, sind wichtig für Stoffwechselvorgänge, helfen bei der Bildung von Enzymen, bewahren uns vor Krankheiten und helfen mit bei deren Heilung.

Natürliche Vitamine sind bewährte Hausmittel, in der Natur und Erfahrungsmedizin schon seit Jahrtausenden eingesetzt und bekannt.

Bei einer ungenügenden Versorgung mit essentiellen Vitaminen muss mit beträchtlichen Auswirkungen auf den menschlichen Stoffwechsel und somit ebenfalls auf die Gesundheit gerechnet werden, die sich unter Umständen sehr negativ äußern können.

Studien belegen jedoch, dass die künstlich beigemengten Vitamine längst nicht so gut vom Körper aufgenommen werden, wie solche natürlichen Ursprungs.

In letzter Zeit hört man überall davon und jeder scheint sich schon ein mehr oder weniger ausgereiftes Wissen über die in Mode gekommene Vitamine angeeignet zu haben. Eine rein pflanzliche Ernährung für den Körper eine gute Sache. Frisches Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreide sind gesund und kommen bei Veganern vermehrt auf den Tisch.

Vitamin A (Retinol)

Das essentielle Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin und benötigt daher Fette als Transportstoff sowie zur Verwertung.
Vitamin A aber eine Stoffgruppe aus mehreren chemischen Verbindungen, die dasselbe biologische Wirkungsspektrum wie Retinol aufweisen. Die eigentlich richtige Bezeichnung für das Vitamin lautet also Retinol.

Ihre Augen werden schwächer, vor allem in der Dämmerung oder gar bei Nacht können Sie nicht mehr gut sehen. Das kann beim Autofahren sehr gefährlich werden. Und es ist ein ernstzunehmender Hinweis auf einen Mangel an Vitamin A (auch als Retinol bekannt). Weitere Symptome für einen Mangel dieses natürlichen Vitamins sind trockene Haut, Haarausfall, Abgeschlagenheit und eben Nachtblindheit. Davor schützt Sie die Zufuhr von natürlichem Vitamin A.

Es ist auch wichtig für das Knochenwachstum und als Schutzfaktor für die Haut. Von diesem Hausmittel braucht ein Erwachsener täglich etwa ein Milligramm. Diese Menge führen Sie Ihrem Körper durch den Verzehr von 100 g Karotten zu. Mit Öl oder Butter geniessen, denn Vitamin A ist fettlöslich.

Vitamin A wird zum Teil direkt mit der Nahrung aufgenommen, kann aber auch aus Carotinen (Provitamin A = die Vorstufe von Vitamin A) gebildet werden. Der Vitalstoff ist nicht nur an wichtigen Körperfunktionen beteiligt, er ist zudem gut für die Augen und für die Haut.

Ein Vitamin A Mangel ist eher selten und kommt bei einem gesunden Menschen, der sich ausgewogen ernährt, kaum vor. Beim Stoffwechsel dieses Vitamins ist allerdings das Vorhandensein von RBPs wichtig. Ein Mangel an diesen Proteinen kann zu ähnlichen Symptomen wie ein Mangel an dem Vitamin selbst führen. Die chemischen Verbindungen, die zum Vitamin A zählen, sind für den Stoffwechsel und viele andere Körperfunktionen wichtige Retinoide. Retinal, Retinol, Retinsäuren sowie Retinylpalmitat gehören beim Menschen zur Vitamin A Gruppe.

Zur Vereinfachung wird Retinol wie auch auf dieser Seite, häufig mit Vitamin A gleichgesetzt und als Synonym verwendet, was so genau genommen nicht richtig ist. Denn eigentlich steht die Bezeichnung Vitamin A für eine Stoffgruppe von β-Jononderivaten.
Retinol ist das eigentliche Vitamin. Es kommt ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln wie Leber, Fisch, Eiern und Milchprodukten vor. In pflanzlichen Lebensmitteln steckt aber die Vorstufe des Vitalstoffs, die sogenannten Carotinoide. Die wichtigsten Quellen hierfür sind gelbe und orangefarbene Obst und Gemüsesorten. Das bekannteste Carotinoid ist β-Carotin.

Vitamin B Komplex

Vitamin B kommt in natürlicher Weise in vielen Lebensmitteln wie etwa Fleisch, Eiern, Fisch und grünem Gemüse vor. Wichtig: Eine zu hohe Dosierung des Wirkstoffs kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen.

Weltweit leiden etwa 37 Millionen Menschen unter Demenz, die meisten von ihnen ausgelöst durch Alzheimer. In der Medizin glaubt man nun eine Wunderwaffe im Kampf gegen Alzheimer gefunden zu haben. Neben Alzheimer soll somit auch die Voranschreitungsgeschwindigkeit der Altersdemenz halbiert werden. Die verordneten Vitamine hätten auf die Hirnstruktur eine schützende Wirkung und beugten dadurch gegen Alzheimer vor. Weitere Studien müssten aber noch zeigen, ob Vitamin B über die Verlangsamung des Hirnschwunds hinaus tatsächlich gegen Alzheimer wirkt.

Vitamin B1 - Wichtig für das Nervensystem

Vitamin B1 und Vitamin B6 sind besonders für die Regeneration des Nervensystems von Bedeutung: Sie unterstützen körpereigene Reparaturmaßnahmen, indem sie das Wachstum der Nervenfasern fördern. Zudem sind sie an der Erneuerung geschädigter Nerven beteiligt und haben eine schmerzlindernde Wirkung.
Vitamin B1 ist ein wasserlösliches Vitamin, das im Körper besonders für die Funktion des Nervensystems eine entscheidende Rolle spielt. Wird zu wenig Vitamin B1 aufgenommen, tritt ein Vitamin B1-Mangel auf, der im Körper gravierende Störungen zur Folge haben kann.

Um einem Vitamin B1-Mangel vorzubeugen, empfiehlt sich besonders der Verzehr von Lebensmitteln wie Getreideprodukten, Schweinefleisch, bestimmten Fischarten sowie Hülsenfrüchten. Vitamin B1 nimmt im Körper entscheidenden Einfluss auf das zentrale sowie das periphere Nervensystem. Hier ist es vor allem für die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Muskulatur von Bedeutung: Vitamin B1 beeinflusst die Neurotransmitter GABA und Serotonin und fungiert als Antagonist von Acetylcholin. Auch am Stoffwechsel einiger Neurotransmitter ist Vitamin B1 beteiligt. Zudem spielt es eine wichtige Rolle bei der Regeneration des Nervensystems nach Erkrankungen oder Traumen. Daneben ist Vitamin B1 als Coenzym an der Gewinnung von Energie aus der Nahrung beteiligt. Deswegen kann ein Vitamin B1-Mangel insbesondere im Kohlenhydratstoffwechsel für schwere Störungen sorgen.

Schon Kleinigkeiten regen Sie auf und Sie reagieren gereizt. Bei ärztlichen Untersuchungen wird festgestellt: Sie leiden an Blutarmut, Störungen des Zuckerstoffwechsels oder Nervenstörungen. Dann sollten Sie diese Probleme mit dem natürlichen Vitamin B1 als Hausmittel angehen. Das brauchen Sie nämlich dringend für den Energiestoffwechsel, für die Bildung von Botenstoffen für die Nerven und für eine natürliche Blutbildung. Dieses Hausmittel sollten sie täglich anwenden, um Ihren Bedarf von etwa anderthalb Milligramm zu decken. Als natürliches Vitamin ist Thiamin enthalten in je 100 g Hefe (ein Milligramm), Sojabohnen, Sonnenblumenkernen und Weizenkeimen 2 Milligramm.

Eine Überdosierung von Vitamin B1 ist über die Aufnahme von Lebensmitteln nicht möglich, da überflüssiges Vitamin B1 über die Nieren wieder ausgeschieden wird. Zudem kann der Körper über den Verdauungstrakt nur kleine Mengen an Vitamin B1 aufnehmen. Somit kann eine Überdosierung nur durch die Injektion einer hohen Dosis etwa die hundertfache Tagesdosis hervorgerufen werden.
Bei einer Überdosierung kann es zu einer allergischen Reaktion sowie Kopfschmerzen, Krämpfen, Hitzegefühl, Übelkeit und Herzrhythmusstörungen kommen. Um einer Überdosierung vorzubeugen, sollte Vitamin B1 nur oral und nicht über eine Infusion oder eine Spritze zugeführt werden.

Vitamin B7 (Biotin)

Unter den Vitaminen ist das Vitamin B7 (Biotin) für Ihre äußere Schönheit zuständig. Ist Ihr Bedarf gedeckt, dann sind Haare und Haut ausreichend versorgt, können sich regenerieren, sind glatt und glänzend und wachsen in ausreichender Menge immer wieder nach. Wenn Sie in eine Mangelsituation vom natürlichen Vitamin B7 geraten, dann leiden Sie unter Hautentzündungen, Haarausfall, Übelkeit, Appetitlosigkeit und depressiven Zuständen. Als bewährtes Hausmittel ist dieses natürliche Vitamin in fast allen Lebensmitteln enthalten. Besonders zu empfehlen sind Eigelb, Karotten, Erdnüsse, Haferflocken und Leber. Der Tagesbedarf an Biotin liegt bei etwa 35 Mikrogramm.

Tipp: Alles über Biotin (Vitamin B7)​

Vitamin B12 (gegen Demenz)

Das große Gesellschaftsproblem der Demenz im Alter rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses. Und da spielt das natürliche Vitamin Cobalamin (B12) eine grosse Rolle, denn es arbeitet bei der Zellteilung, der Blutbildung und beim Nervensystem mit. Ein Mangel an Vitamin B12 führt zu Störungen der Blutbildung und damit zur Blutarmut, die Nervenbahnen erkranken und dadurch bedeutet es ein erhöhtes Risiko für eine Demenzerkrankung.

Vitamin B12 wird auch Cobalamin genannt und ist für die Zellteilung, die Blutbildung und für verschiedene Funktionen unseres Nervensystems zuständig. Außerdem benötigt der Körper das Vitamin um DNA, also unser menschliches Erbgut, herzustellen. Ohne ausreichende DNA-Produktion können Zellen sich nicht teilen und es werden keine Blutzellen gebildet. Eine der häufigsten Krankheiten, die durch einen Mangel von Cobalamin hervor gerufen werden kann, ist daher auch Blutarmut. Auch für reibungslosen Ablauf in unserem Nervensystem wird das Vitamin benötigt, denn mit seiner Hilfe wird der Transport von Nervensignalen im ganzen Körper bewältigt. Das Problem dabei: unser Körper kann das Vitamin B12 selber nicht herstellen und ist daher auf eine Aufnahme durch bestimmte Lebensmittel oder Präparate angewiesen.

Vitamin B 12 auch die Funktion des gesamten. Stoffwechselkreislaufs beeinträchtigt, ist es besonders schwer einen Mangel schnell auszugleichen. Damit diese schnell Wirkung zeigt, nimmt man anfangs eine sehr hohe Dosis an B12 zu sich, sodass sich der Vitaminspeicher in der Leber schnell wieder auffüllt.

Folgende Symptome können bei einem Vitamin B12 Mangel auftreten:
Müdigkeit
Depressionen
Nervensystems
Gedächtnisschwäche
Blässe bedingt durch Blutarmut
häufige Verletzungen der Schleimhäute
Kribbeln an Händen und Füßen

Gerade Vegetarier, Veganer und auch ältere Menschen sollten immer ein Auge auf ihren Körper haben und die Symptome eines Mangels kennen um möglichst schnell gegensteuern zu können. Allerdings entsteht ein Cobalamin-Mangel sehr, sehr langsam und ist ein schleichender Prozess über mehrere Jahre. Das rührt daher, dass der tägliche Bedarf an Vitamin B12 sehr gering ist, nämlich gerade mal 3 Mikrogramm. Führt man dem Körper mehr als diese kleine Menge zu, wird das Vitamin in unserer Leber gespeichert und je nach Bedarf wieder abgegeben.

Selbst wenn man also von heute auf morgen dem Körper gar kein Vitamin B12 mehr zuführen würde, entwickelt sich ein akuter Mangel wahrscheinlich erst nach zwei oder drei Jahren. Dieser schleichende Prozess führt allerdings oft auch dazu, dass der Mangel nicht erkannt wird. Er hat außerdem auch zu dem Eindruck geführt, dass man auch mit wenig Vitamin B12 ohne Probleme leben könne. Aktuelle Studien und Forschungen widerlegen diesen Eindruck allerdings, denn eine ausreichende Vitamin B12 Zufuhr ist enorm wichtig für viele Funktionen des Körpers. Ein Mangel an Vitamin B12 ist meist häufiger als gedacht: in der allgemeinen Bevölkerung sind mindestens 4% betroffen und in Risikogruppen, wie bei älteren Menschen und Menschen mit chronischen Darmerkrankungen sind es sogar über 20 %.

Vitamin B12 oder auch Cobalamin) hält viele wichtige Funktionen in unseren Körpern am Laufen und muss über die Nahrung aufgenommen werden (ohne GVO). In vergorenen pflanzlichen Lebensmitteln wie Bier, Sauerkraut und auch in der Nori Alge, die traditionell in der asiatischen Küche zum Beispiel für Sushi verwendet wird, befindet sich ebenfalls eine geringe Menge von Vitamin B12.

Vitamin C (Ascorbinsäure) für unser Immunsystem

Vitamin C ist das Vitamin, das wir eigentlich alle kennen und von dem wir am meisten wissen. Zum Beispiel was passiert, wenn wir mit diesem natürlichen Vitamin unterversorgt sind: Jeder Schnupfen, jede Grippe, jeder Husten erwischt uns.

Wir sind extrem infektanfällig. Wir neigen zu Zahnfleischbluten und Zahnausfall (Skorbut). Auch Gelenkentzündungen und Muskelschwund gehören zu den Folgen von einem Mangel an Vitamin C.

Vitamin C macht die schädlichen freien Radikale in unserem Körper unschädlich. Ohne Vitamin C können wir kein Eisen über den Darm aufnehmen und es ist wichtig für die Knochenbildung, die Hormonsynthese, den Cholesterinstoffechsel und die Knochenbildung.

Der normale Tagesbedarf liegt bei etwa 100 Milligramm, Schwangere und Raucher brauchen 150 Milligramm. In jeweils 100 Gramm folgender Nahrungsmittel finden Sie: Zitrone, Petersilie, Kalbsleber, Hagebutte (ohne GVO!).

So ist natürliches Vitamin C beispielsweise in der Acerola Frucht (1700 Milligramm pro 100 Gramm) , im Camu-Camu-Strauch (etwa 2000 Milligramm pro 100 Gramm), in der australischen Buschpflaume (bis zu 3000 Milligramm pro 100 Gramm, s. a. Wikipedia) in schwarzen Johannesbeeren (170mg/100 g) und im Sanddorn (bis zu 900 mg / 100 g) enthalten. Sanddorn enthält neben dem Vitamin C aber auch Betacarotin sowie wichtige Vitamine der B-Gruppe.

Die australische Buschpflaume, auch "Murunga“ genannt, ist in Europa noch weitestgehend unbekannt. Von den australischen Eingeborenen wird sie aber als großer Energielieferant geschätzt . Sie ist verbreitet im tropischen Waldgebiet der “Northern Territories“ und Westaustralien bis ins östliche “Arnhemland“.

Camu-Camu (Myrciaria dubia) der Vitamin C Gehalt liegt bei bis zu 2800 mg/100 g Acerola Kirsche Die Acerola Kirsche, auch Kirsche der Antillen genannt, ist in Brasilien, Panama, Mexiko und Guatemala, bis hinauf nach Texas verbreitet. Die roten Früchte wachsen auf niedrigen, ein bis drei Meter hohen, immergrünen Sträuchern. Wegen ihres besonders hohen Vitamin-C-Gehalts wird die Acerola Kirsche nzwischen auch nach Europa exportiert

Vitamin D - Das Sonnenvitamin

Es wurde gezeigt, dass Kalzium in Verbindung mit Vitamin D das Knochenbruchrisiko verringert und zur Heilung Osteoporose-bedingter Knochenbrüche beiträgt. Vitamin D trägt außerdem zur Verbesserung der Muskelfunktion und -stärke bei und reduziert somit das Sturzrisiko.

Vitamin D ist notwendig für die Einlagerung von Kalzium und Phosphat in die Knochen und sorgt auf diese Weise für ein stabiles und belastbares Skelett. Darüber hinaus greift es regulierend in den Kalziumhaushalt und den Phosphatstoffwechsel ein.

Das Vitamin D wurde im Jahr 1922 vom US-amerikanischen Biochemiker Elmer Verner McCollum im Zusammenhang mit Lebertran-Experimenten bei Rachitis entdeckt. Er erkannte eine Substanz, die entscheidend für den Stoffwechsel der Knochen war und benannte diese nach den bereits gefundenen Vitaminen A, B und C als Vitamin D.

Der Sammelbegriff Vitamin D bezeichnet eine Gruppe von fettlöslichen Verbindungen: die Vitamine D1, D2, D3, D4, D5. Vitamin D hat selbst keinen biologischen Einfluss, kann vom Körper eigens hergestellt werden und entspricht in seiner Wirkweise eher der Funktion eines Hormons oder einer Vorstufe dessen.

Säuglinge und Vitamin D

Kinder benötigen das Vitamin hauptsächlich, um gesunden Knochen aufzubauen und somit zu verhindern. Bei einem Mangel an Vitamin D wird die Aufnahmefähigkeit von Phosphat und Calcium herabgesetzt, was deren Konzentration im Blut senkt. Ein solcher Calciummangel kann sich insbesondere bei Kindern und Jungendlichen sowohl negativ auf die Knochen, Zähne als auch auf die Haut auswirken.

Durch die unzureichende Versorgung mit dem stabilisierenden Mineral ensteht dann, meist im Alter von 6-24 Monaten, das Krankheitsbild der Rachitis, welches mit weichen Knochen sowie Skelettverformungen (X-/O-Beine, Wirbelsäule, Beckenverschiebungen) einhergeht und zu einer geringeren Belastbarkeit der Knochen sowie lebenslangen Deformationen des Skeletts führt.

Erste Anzeichen sind Unruhe, Schwitzen und schlaffe Muskeln. Säuglinge nehmen nicht genug Vitamin D mit der Muttermilch auf und bekommen daher oft ergänzend Vitamin-D-Präparate, damit ihr täglicher Bedarf gedeckt ist.

Unabhängig von der Vitamin D Produktion in der Haut durch UV-Licht und der Vitamin D Zufuhr durch Muttermilch beziehungsweise Säuglingsmilchnahrungen gelten folgende Empfehlungen: Ein Baby - egal ob gestillt oder nicht - erhält am besten ab dem Ende der ersten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres täglich eine Vitamin D Tablette von 10 bis 12,5 µg. Auch bei geringer Sonneneinstrahlung ist so ein ausreichender Schutz vor Vitamin D Mangelerscheinungen gewährleistet.

Kalziumstoffwechsel

Wird der Mensch mit genug Vitamin D versorgt, wirkt sich dies positiv auf das Nerven- sowie das Immunsystem aus und es spielt eine wichtige Rolle bei der Aufnahme von Calzium. Hauptlieferant für Calcium ist unsere Nahrung.

Durch eine Überdosierung von Vitamin D wird eine Anhebung der Kalziumkonzentration im Blut ausgelöst, die als "Hypercalcämie-Syndrom" zu schweren Organstörungen mit folgenden Erscheinungen führen kann: Herzrhythmusstörungen, häufiges Wasserlassen und Durst, Übelkeit und Erbrechen, Nierensteine und Nierenverkalkung, Kalzium-Ablagerungen in der Niere und den Gefäßen.

Sinkt der Kalziumwert im Blut ab, wird aus einer inaktiven Vorstufe von Vitamin D das aktive 1,25-Vitamin D3 (Calcitriol) hergestellt. Es fördert zusammen mit dem Parathormon die Freisetzung von Kalzium aus dem Knochen und sorgt dafür, dass der Körper im Darm mehr Kalzium aufnimmt. Dadurch steigt der Kalziumwert im Blut an.

Das Vitamin D kann ebenfalls über die Nahrung zugeführt werden. Dieses stützt die Knochen, reguliert das Zellwachstum und beugt gleichzeitig auch Zellwucherungen vor.

Warum Vitamin D wichtig ist

Zwei Dinge sind für den Knochenaufbau unerlässlich. Zum einen Calcium, das Hauptbaumaterial der Knochensubstanz. Zum anderen Vitamin D, ohne das der Körper nicht ausreichend Calcium aufnehmen kann. Ein erhöhter Bedarf entsteht zudem im Alter durch eine verminderte Syntheserate, daher ist bei älteren Menschen eine zusätzliche Zufuhr von Vitamin D empfehlenswert.

Sonnenlicht und Vitamin D

Normalerweise wird Vitamin D bei ausreichendem Sonnenlicht vom Körper selbst gebildet (synthetisiert). Wenn Dein Körper genügend Sonnenlicht abbekommt: Ab dem 1. und bis zum 65. Lebensjahr ist eine tägliche Zufuhr von 5 Mikrogramm (µg) Vitamin D empfehlenswert.

Für Säuglinge unter 1 Lebensjahr und Menschen ab 65 gilt die doppelte Menge Vitamin D als ratsam. Man konnte ebenfalls feststellen, dass Männer, die ihre Arbeit in geschlossenen Räumen verrichten, um etwa vier Jahre an Prostatakrebs erkrankten als jene Männer, die sich überwiegend draußen im Hellen bewegen.

Während der dunklen Jahreszeiten und für Personen, die sich selten in der freien Natur aufhalten, kann das Vitamin D zusätzlich mit der Nahrung aufgenommen werden. Wie aus diversen Forschungsarbeiten hervorgeht, bekommen zahlreiche Menschen, die viel Zeit vor dem Computer oder dem Fernseher verbringen oder starke Sonnenschutzmittel benutzen, nicht genügend Sonnenlicht ab und leiden infolgedessen unter Vitamin-D-Mangel.

Auch Menschen in nördlichen Klimazonen sind, insbesondere im Winter, nicht genügend Sonnenlicht ausgesetzt, um eine ausreichende Menge an Vitamin D zu produzieren.

Vitamin D und der Krebs

Viele Experten sind sich einig, dass man durch das Vitamin D Speiseröhrenkrebs oder Lungenkrebs nicht aufhalten kann. Bei Untersuchungen stellte man jedoch fest, das bei Teilnehmern, die an Brust-, Prostata- oder Lungenkrebs litten, ebenfalls eine Unterversorgung von Vitamin D vorlag.

Wissenschaftliche Studien haben jetzt ergeben, dass bei einer Zuführung von 1000 i.E. Vitamin D, das Darmkrebsrisiko um die Hälfte gesenkt wird. Egal, ob das Vitamin durch Sonne erzeugt wird, oder es über Nahrung eingenommen wird. In der Universität in Kalifornien fand bereits in den 80er Jahren heraus, dass in den Nordoststaaten, wo es sonnenarm ist, der Darmkrebs doppelt so oft auftrat als in den südlichen Ländern, wo die Sonne ständig scheint.

Interessant ist, dass es gibt immer mehr Beweise, was den Zusammenhang zwischen Krebs und einem Vitamin-D-Mangel bestätigt.

Auch auf die Überlebensrate von Brustkrebspatientinnen könnte sich eine Vitamin-D-Supplementierung positiv auswirken, wie eine Reihe von Bevölkerungsstudien nahe legten. Zudem könnte eine ergänzende Zufuhr von Vitamin D3 den Krankheitsverlauf bei Hautkrebspatienten günstig beeinflussen. Forschungen in diesem Bereich befinden sich allerdings noch im Anfangsstadium.

G. Edward Griffin: Eine Welt ohne Krebs

Seit der Veröffentlichung der ersten Auflage dieses Buches sind auf der Krebsbühne viele Dramen inszeniert worden. Zwar sind viele der ursprünglichen Schauspieler inzwischen durch eine neue Besetzung abgelöst worden, aber die Handlung des Stückes ist unverändert. Was folgt, ist eine kurze Inhaltsangabe..

Autoimmunerkrankungen

Forschungen zufolge könnte zwischen einem Vitamin-D-Mangel bzw. einem niedrigen Vitamin-D-Status und einem erhöhten Risiko, eine Autoimmunerkrankung (= Angriff des Immunsystems auf körpereigene Strukturen wie Zellen und Organe) zu entwickeln, ein Zusammenhang bestehen.

Herz und Gefäßkrankheiten und Bluthochdruck

Klinische Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und Bluthochdruck hin. Eine geringe Konzentration von 25(OH)-Vitamin D im Plasma wird sowohl mit einem höheren allgemeinen Sterberisiko als auch einem erhöhten Risiko, einen Herzanfall zu erleiden oder an einer Herz- und Gefäßkrankheit zu sterben, in Verbindung gebracht.

Ein Vitamin D Mangel bei Erwachsenen kann zu Störungen der Muskelnerven und Skelettentkalkungen führen, die sich in Knochenverformungen, Muskelschwächen, Knochenschmerzen und spontanen Knochenbrüchen äußern können. Nicht selten kommt es dann zu Osteomalazie bis hin zu Knochenschwund. Darüber hinaus gibt es einige weitere Erkrankungen, für die ein Vitamin D Mangel ein Risikofaktor darstellt.

Vitamin D besitzt wie Vitamin A eine sehr gute Speichereigenschaft und wird nur in verhältnismäßig kleinen Mengen über den Urin ausgeschieden. Aber bei einer erhöhten Dosierung führt das schnell zu Schädigungen des Organismus und im äußersten Fall auch zum Tod.

Die langfristige Einnahme von mehr als 500 Mikrogramm (µg) Vitamin D pro Tag gilt deshalb als gefährlich, kann sie doch zu einer Erhöhung der Calciumkonzentration im Blut (Calciumspiegel), auch Hyperkalzämie, führen, deren Folgen starker Durst, häufiges Wasserlassen, Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen und Kalkablagerungen im Gewebe, besonders in den Blutgefäßen, Herz, Lunge, Leber und Niere, sein können. Nierenversagen oder Harnvergiftung können zum Tod führen.

Vitamin D in Nahrungsmitteln

Auf der anderen Seite benötigen wir das Vitamin D auch, damit unser Körper in Gang bleibt und damit vielen Krankheiten vorgebeugt wird. Im Körper wird dieses Vitamin umgewandelt in einer Art Hormon. Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium und Phosphor aus dem Magen-Darm-Trakt und stimuliert die Einlagerung von Mineralien, und den Aufbau von Knochen und Knorpel. Das Vitamin D in großen Mengen enthält, ist Lebertran. Es enthält bis zu 370 µg Vitamin D3 pro 100 g.
Folgende Lebensmittel enthalten hohe Konzentrationen an Vitamin D:
150 g Aal frisch Fischzuschnitt gegart - 37,50 µg
150 g Forelle frisch gegart - 33 µg
150 g frischer Lachs - 24 µg
125 g Bückling - 31,25 µg
150 g Sprotten, frisch - 30 µg
150 g abgetropfter Brathering Konserve - 27 µg
75 g gesalzener Matjeshering - 20,25 µg
Auch um Ihren Vitamin-D Tagesbedarf zu decken, wählen Sie am besten Lebensmittel mit höherem Vitamin D. Gehalt -Geringere Mengen, zum Beispiel Fisch: Lachs, Makrele, Thunfisch, Sardinen, weiter: Eier, Milch, Pilze und Avocados. Vitamin D wird durch Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln in seiner Aktivität nicht beeinflusst. Es ist während der üblichen Garzeiten bis 180 °C hitzestabil. Auch für Vegetarier ist es besonders in den Wintermonaten wichtig, darauf zu achten, dass ihr täglicher Vitamin-D-Bedarf gedeckt ist: Sie nehmen über die Nahrung bis zu 50 Prozent weniger Vitamin D auf als Fleisch- und Fischesser.

Tagesbedarf Vitamin D

Der Tagesbedarf an Vitamin D wird bislang von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mit fünf Mikrogramm angegeben. Der US-amerikanische Chemiker, Molekularbiologe und zweifache Nobelpreisträger Linus Carl Pauling war der Ansicht, dass 20 Mikrogramm am Tag.
Aber Noch Deutlich vorsichtiger ist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Sie rät zu täglich 200 Einheiten (entspricht fünf Mikrogramm). Lediglich Säuglinge und Menschen jenseits des 65. Lebensjahres sollten 400 Einheiten zu sich nehmen. In einem Punkt sind sich allerdings Vitamin-D-Anhänger wie Skeptiker einig: die Versorgung der Bevölkerung könnte besser sein. Laut Nationaler Verzehrstudie erreichen 82 Prozent der Männer und 91 Prozent der Frauen nicht die empfohlene Vitamin-D-Zufuhr. Am meisten gefährdet sind Ältere, die nur noch selten an die frische Luft gehen und bei denen die Vitaminbildung in der Haut nicht mehr so gut funktioniert. Umstritten ist dann schon wieder die Frage, wie hoch der Spiegel an Vitamin D im Blut sein sollte. Knochenexperten fordern, er sollte bei Menschen jenseits des 60.

Vitamin E

Vitamin E hat starke antioxidative Kompetenzen. Deshalb ist er in der Lage, mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Lipoproteinen, Membranlipiden und Depotfett vor Lipidperoxidation und damit vor Zerstörung zu bewahren.

Ohne seine Präsenz zerstören freie Radikale die Doppelbindungen der Fettsäuren in den Zellmembranen und damit die Zelle selbst im Verlaufe der destruktiven Reaktionen. Durch Rückführung in einen lipophilen Zustand wird es in seinen Originalzustand zurückversetzt und ist in diesem wieder als Antioxidans verfügbar.

Besonders hohe Konzentrationen an Vitamin E kommen in pflanzlichen Ölenvir, wie zum Beispiel in Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl. Die Absorptionsrate liegt bei 30%.

Öle mit hohem Vitamin-E-Gehalt gilt das Gleiche. Um alle 16 Varianten zu erhalten und damit eine optimale Versorgung mit diesem Vitamin, erscheint es als empfehlenswert, auf natürliche Produkte zurückzugreifen, z.B. Nüsse, Spinat, Rote Beete, Kohl, Tomaten, Kürbisse, Krabben, Mango, Broccoli, Papaya, Oliven usw. Öle sind immer noch zu empfehlen, vorausgesetzt sie kommen nicht aus industrieller Produktion, sondern werden naturbelassen produziert.

Der Mindestbedarf wird angesetzt auf 4 mg pro Tag, plus 0,4 mg per Gramm Zusatz an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Protektiv wirksame Plasmaspiegel werden bei Dosierungen von 20-35 mg pro Tag erreicht. Da Vitamin E eine äußerst geringe Toxizität aufweist, gibt es Empfehlungen bis zu fast 270 mg pro Tag.

Wegen seiner Prostaglandin-Interaktion kommt es durch Vitamin E zu einer erhöhten Blutungsneigung. Bei Neurodermitis hat eine Vitamin-E-Supplementierung über acht Monate bei einer Dosierung von 268 mg pro Tag zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome geführt.

Mangelerscheinungen sind extrem selten, da Vitamin E gut speicherfähig ist. Im Zusammenhang mit Krankheiten, die eine gleichzeitige Fettresorptionsstörung bedingen, kann eine Hypovitaminose auftreten, die auffällig wird durch Konzentrationsstörungen, trockene, faltige Haut, Müdigkeit, Leistungsschwäche, schlecht heilende Wunden, Reizbarkeit und Begünstigung von Arteriosklerose.

Vitamin E wird unproblematisch über Leber und Nieren ausgeschieden. Daher ist eine Überdosierung fast auszuschließen.

Vitamin E ist ein Antioxidationsmittel in der Lebensmittelindustrie. Es fungiert als Lebensmittelzusatzstoff in verschiedenen Formen und ist Zusatz in Kosmetika wie Sonnenschutzmitteln. Eine Vitamin E Beschichtung von Kondomen soll zudem deren Reißfestigkeit verstärken.

Allerdings gehen Untersuchungen davon aus, dass das alpha-Tocopherol, das meist für Nahrungsergänzungsmittel und als Lebensmittelzusatz benutzt wird, Krebs auslösen kann im Gegensatz zu den gesunden Formen gamma-Tocopherol und delta-Tocopherol. Möglicherweise können sie sogar das Wachstum von Tumoren deutlich verlangsamen und die Rückfallquote nach einer überstandenen Krebserkrankung senken. Tocotrienole helfen außerdem, Herzkrankheiten vorzubeugen. Sogar bereits bestehende Herzprobleme können durch diese Form von Vitamin E stabilisiert oder verringert werden.

Auch Vitamin E hat einen Einfluss auf die Steuerung der Keimdrüsen. Daher kommt sein Ruf als Anitsterilitätsvitamin. Für Speicherung und Transport im menschlichen Körper eignet sich RRR-α-Tocopherol am besten. Das α-Tocopherol-Transfer-Protein ist das für den Transport verantwortliche Protein in der Leber, welches die höchste Affinität zum natürlichen α-Tocopherol hat.

Also, immer schön gesund bleiben!

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