Whey Protein und Co. – Kleiner Leitfaden der Nahrungsergänzungsmittel für Einsteiger

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Der Fitnesstrend hält unvermindert an. Die meisten Freizeitsportler werden heutzutage von allen Seiten mit Beratungen, Hinweisen und Coachings bombardiert.

Doch bei vielen Themen wissen einige Menschen nicht einmal etwas mit den Begriffen anzufangen, mit denen sie durch teils sehr aggressive Werbung konfrontiert werden. Vor allem beim Thema Ernährung gibt es oft ein Wissensdefizit.

Dabei ist es so wichtig, zu wissen, was eigentlich Whey Protein, Weight Gainer und Power Bar bedeuten, bevor man sein sauer verdientes Geld dafür ausgibt. Wir geben eine kleine Einführung.

Whey-Proteine und Eiweißshakes

Die erste wichtige Gruppe der Nahrungsergänzungsmittel sind die Proteine. Hier kommen zusätzlich zur eiweißreichen Ernährung oftmals Pulver zum Einsatz, die in Wasser oder Milch aufgelöst und vorzugsweise nach dem Training konsumiert werden.

Eiweiß ist der grundlegende Baustoff für den Muskelaufbau und deshalb vor allem für all jene wichtig, die Muskelmasse aufbauen und erhalten möchten. Wer also nicht nach dem Training einen halben Käse essen und einen Liter Milch in sich kippen möchte, der nutzt die bequeme Alternative in Pulver- oder Riegelform.

Am besten eignen sich hierbei die sogenannten Whey Proteine. Whey ist die englische Bezeichnung der Molke, eines Restprodukts, welches bei der Käseherstellung entsteht. Anders als Milcheiweiß kann der Körper Whey Proteine enorm schnell und effizient absorbieren, weswegen diese Eiweißquelle in den meisten Proteinshakes zum Einsatz kommt.

Aus demselben Grund ist es übrigens umstritten, ob man Whey Protein Drinks mit Milch zubereiten sollte oder lieber das bindungsneutralere Wasser nehmen sollte.

Weight Gainer und Energieriegel

Die zweite große Gruppe der Nahrungsergänzungsmittel besteht aus Präparaten, die vor allem Kohlenhydrate enthalten und extrem kalorienreich sind.

Weil sie dazu taugen, das Gewicht des Sportlers zu erhöhen, werden diese Mittel auch Weight Gainer genannt.

Ausdauersportler wie Triathleten oder Langstreckenläufer füllen so ihre Energiespeicher vor oder während eines Wettkampfs auf. Andere Sportler versuchen auf diese Weise, „Gewicht zu machen“, also Körpergewicht zuzulegen, um mehr Kraft und Masse zu erhalten. Freizeitsportler hingegen sollten mit Weight Gainer vorsichtig sein, da die zusätzlichen Kalorien schnell unerwünschte Effekte zeigen.

Sogenannte Energieriegel enthalten jedoch kaum Fett und können bei höherer sportlicher Aktivität einen Leistungsabfall ausgleichen helfen.

Mikronährstoffe – Vitamine und Mineralien

Im Normalfall nehmen wir Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Form über die normale Nahrung zu uns, falls wir uns halbwegs ausgewogen ernähren.

Doch viele Sportler benötigen zusätzlich ein paar dieser Mikronährstoffe in konzentrierter Form, etwa als Kapseln oder Brausetabletten aufgelöst in Wasser.

Vor allem Ausdauersportler schwören auf die Einnahme von Kalzium. Magnesium hingegen hilft vor allem Einsteigern dabei, den fiesen Muskelkater im Zaum zu halten.

Eisenpräparate können wichtig sein, wenn nicht genug Eisen durch den Verzehr von rotem Fleisch aufgenommen wird. Veganern sei empfohlen, sich fachkundigen Rat einzuholen, welche Nährstoffe bei rein pflanzlicher Ernährung ersetzt werden müssen.

Leistungsfördernde Mittel

Während Whey Proteine, Energieriegel und Kalziumtabletten von einigen Experten zwar infrage gestellt, aber letztlich als unbedenklich eingestuft werden, scheiden sich beim Thema leistungsfördernde Mittel endgültig die Geister.

Es existieren auf dem Markt Dutzende Mittelchen, die entweder Fett verbrennen, die Muskelkraft erhöhen oder die Muskelermüdung verzögern sollen. Meist fehlen langfristige Studien, um die Wirkung be- oder widerlegen zu können. Für Fitnesseinsteiger kommen die Präparate jedoch meist sowieso nicht infrage.

Gerade am Anfang, wenn der Körper sich auf die Anforderungen einer neuen sportlichen Tätigkeit einstellt, kann er die angeblichen Zusatzkräfte kaum verwerten und zur Entfaltung bringen. Anfangs sollte man sich lieber darauf konzentrieren, seine Übungen sauber und korrekt zu absolvieren, seine Ernährung anzupassen und vielleicht ein paar Whey Proteine einzubauen.

Gehört man dann eines Tages zu den fortgeschrittenen Sportlern, kann man sich immer noch mit dem Thema leistungssteigernde Mittel beschäftigen.

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