Lexikon

Sauerstoffwasser

Der Mensch braucht täglich 2-3 Liter nichtalkohol- und nichtkoffeinhaltige Flüssigkeit. Nur so kann sein Stoffwechsel optimal arbeiten. Der Körper an sich besteht zu 70% aus Wasser, das Gehirn sogar zu 93%.

Der Mensch braucht zudem genügend Sauerstoff, ohne den er nicht überleben kann. Ein kurzfristiger Sauerstoffmangel führt zu Müdigkeit (durch Gähnen soll z.B. eine größere Menge Sauerstoff zugeführt werden) und Unkonzentriertheit. Langfristiger Sauerstoffmangel (ein paar Minuten genügen) kann zu ernsthaften Schäden, vor allem am Gehirn führen (dies gilt insbesondere für ungeborene Babys oder Unfallopfer, z.B. bei Ertrinken). Da unser Körper Sauerstoff nicht speichern kann, ist er auf eine permanente Zufuhr angewiesen (Atemluft). Eine logische Schlussfolgerung ist, dass ein Wasser -mit zusätzlichem Sauerstoff angereichert- der Gesundheit sehr zuträglich sein könnte.

Diesen Trend haben auch Getränkehersteller und Nahrungsergänzungsmittelhersteller erkannt und bieten Wässer an, deren Sauerstoffgehalt um bis zu 10 mal höher ist als normal. Die Wässer sind bewusst ohne Kohlensäure, da dieser den in jedem Trinkwasser enthaltenen Sauerstoff verdrängt. Je nach Hersteller wird bis zu 70mg reinem Sauerstoff zugesetzt.

Die Wirkung kann sicherlich kritisch hinterfragt werden, da der normale Prozeß der Sauerstoff-Aufnahme über die Lungen und nicht über den Magen-Darm-Trakt erfolgt. Wichtig ist der Sauerstoffgehalt im Blut, der durch orale Zufuhr kaum beeinträchtigt wird. Eine wissenschaftliche Beweisführung der gesundheits- oder leistungsfördernden Wirkung liegt noch nicht vor. Zudem lassen sich die Hersteller ihr Wunderwasser teuer bezahlen. Wer also dran glaubt, kann es ausprobieren – schaden tut es sicherlich nicht.

Sauna

Regeln

  1. Zur Standardausrüstung gehören zwei grosse, flauschige Handtücher, Badesandalen, möglichst ein Bademantel, Dusch- gel und Shampoo, sowie ausreichend Zeit.
  2. Duschen Sie vor dem Saunagang ausgiebig und trocknen Sie sich gründlich ab. Trockene Haut schwitzt besser als feuchte.
  3. Suchen Sie sich in der Sauna ein gemütliches Plaetzchen zum Sitzen oder Liegen. Als kleine Hilfe: Die Temperatur steigt mit der Höhe. Geniessen Sie die Wärme 7 bis 15 Minuten lang.
  4. Setzen Sie sich ca. 1 Minute vor dem Verlassen der Sauna aufrecht auf die unterste Stufe. Damit geben Sie dem Kreislauf Zeit, sich wieder an die aufrechte Position zu gewöhnen. Andernfalls kann er Sie schon mal im Stich lassen.
  5. Kühlen Sie zuerst an der Luft Ihre Atemwege ab. Anschliessend sollten Sie die Haut unter kaltem Wasser abkühlen. Grundregel: Immer von den Extremitäten zum Herzen (Fuesse, Beine, Haende, Arme, Rumpf).
  6. Wenn Sie den Effekt verstärken möchten, ergänzen Sie die Abkühlphase durch warme Fussbäder.
  7. Trocknen Sie sich gut ab und wickeln Sie sich in einen Bademantel oder eine Decke. Ruhen Sie sich 10-15 Minuten aus.
  8. Maximal drei Saunagänge sind genug. Weitere würden den Körper nur noch ermüden.
  9. Trinken Sie ausgiebig nach dem Saunieren, um Ihre Flüssigkeitsspeicher wieder aufzufüllen.

Die finnische Sauna

Diese Sauna zeichnet sich durch eine niedrige Luftfeuchtigkeit und hohe Temperaturen aus. Im Regelfall liegt die Temperatur zwischen 80° und 100°C, die Luftfeuchtigkeit sollte bei nicht über 10% liegen. Ein Highlight jedes Saunaganges ist der Aufguss. Durch die Kombination von einem Wasseraufguss über der Heizstelle werden die Poren erst so richtig geöffnet. Die finnische Sauna mit dem charakteristischen hellen Holz Ambiente ist die weitverbreitetste Art der Sauna im deutschsprachigen Raum. Für den Saunaeinsteiger ist die finnische Sauna auch genau das Richtige. Man sollte dabei zunächst kurze Saunagänge bei möglichst niedriger (70-80°C) machen, um die Auswirkungen auf den Kreislauf abzuschätzen.

Die Erdwallsauna

Vom klimatischen her gleicht die Erdwallsauna in etwa der finnischen Sauna. Die Erdwallsauna ist allerdings teilweise in das Erdreich eingelassen und normalerweise im Außenbereich eines Saunabetriebes zu finden. Richtig eingesetzt entsteht im Inneren der Sauna eine Art "Höhlenatmosphäre", die zumeist noch durch ein romantisches Kaminfeuer verstärkt wird. Die Temperatur in der Erdwallsauna liegt zwischen 90 und 100°C. Die Luftfeuchtigkeit unter 10%.

Schwitzen

Schwitzen ist ein Regulationsmechanismus des Körpers, um ihn auf einer bestimmen Temperatur zu halten. Der Normalwert liegt bei Erwachsenen zwischen 36,5° und 37,4° C.

Über die 2,5 Mio Schweißdrüsen wird pro Tag bis zu einem Liter Flüssigkeit ausgeschieden. Schwitzen ist demnach ein ganz normaler und notwendiger Vorgang. Die meisten Schweißdrüsen sind an den Handflächen und Füßen, im Gesicht sowie in den Achselhöhlen. Den meisten Menschen fällt schwitzen unangenehm auf, weil der ausgetretene Schweiß von Körperbakterien zersetzt wird, was zum typischen Schweißgeruch führt.

Unter körperlicher Belastung (Sport) schwitzt man vermehrt. Aus diesem Grund sollte während und nach dem Training ausreichend getrunken werden (mehr dazu unter [:l:TRINKEN:]).

Jeder Mensch transpiriert (schwitzt) unterschiedlich. Während die einen kaum schwitzen, sind andere nach ein paar Minuten nassgeschwitzt. Dies kann neben erblichen aber auch andere Gründe haben:

  • Nervosität, Stress
  • Übergewicht
  • Krankheit (Schilddrüsenüberfunktion, Unterzuckerung bei Diabetikern, Fieber)
  • Menstruation, Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre
  • Alkohol- oder Drogenentzug
  • Medikamenteneinnahme (dazu gehört unter anderem die Acetylsalicylsäure, hauptsächlich unter Aspirin bekannt)

Da die meisten Betroffenen unter dem übermäßigen Schwitzen leiden, kann Abhilfe geschaffen werden durch:

  • Desinfizierende Seifen oder Deos wirken gegen die bakterielle Zersetzung des Schweißes (riecht also nicht mehr unangenehm)
  • Antitranspirantien in Form von Puder, Cremes oder Lösungen, die schweißhemmend wirken, in dem sie die Schweißdrüsen zusammenziehen.
  • Einnahme von Salbeidragees oder Trinken von Salbeitee.
  • regelmäßig 2 Teelöffel Apfelessig trinken mit einem Glas Wasser.

Vorbeugend sollte in diesen Fällen keine synthetischen Stoffe oder Gummistoffe direkt auf der Haut getragen werden. Diese sind wasserundurchlässig und behindern den Abtransport des Schweißes. Hilft das alles nichts, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Eventuell leiden Sie unter Hyperhidrose.

Tipp: Schwitzen reguliert nicht nur die Körpertemperatur, sondern hat nach Erkenntnissen der Wissenschaft auch eine keimtötende Wirkung, da der Schweiß ein natürliches Antibiotikum enthält. Diese wird zur Zeit noch weiter erforscht.

Sehnen

Sehnen sind die weißglänzenden Endstücke der Muskeln. Sie sind am Knochen befestigt und übertragen die Kraft vom Muskel auf das Skelett. Sie stellen damit das Verbindungsgewebe zwischen Muskeln und Knochen dar. Es gibt unterschiedliche Formen von Sehnen:

  • Sehr kurze Sehnen (mit bloßem Auge nicht zu erkennen, z.B. beim Brustmuskel)
  • Lange, schmale Sehnen, z.B. an den Fuß- und Handmuskeln
  • Flächige oder platte Sehnen, z.B. an der schrägen Bauchmuskulatur

Desweiteren unterscheidet man Zugsehnen (verlaufen gerade oder in Zugrichtung des Muskels) sowie Drucksehnen (verlaufen um einen Knochen herum).

Die Sehnenscheiden sind flüssigkeitsgefüllte Gleitröhren. Sie sind dort angebracht, wo Sehnen abgewinkelt über Knochenvorsprünge verlaufen. Auf diese Weise wird bei Bewegungen die Reibung der Sehnen mit dem umgebenden Gewebe vermindert. Bekannt sind die Sehnenscheiden wegen ihrer Entzündungsanfälligkeit bei einseitiger Beanspruchung (Sehnenscheidenentzündung, am Ellenbogen auch als "Tennisarm" bekannt).

Die Sehnen an sich sind schlecht durchblutet. Aus diesem Grund sind Verletzungen der Sehnen besonders langwierig und sie neigen zur Chronifizierung. Die Verletzungsanfälligkeit bei Sehnen kann durch Aufwärmen und Dehnen vor dem Training minimiert werden.

Seitenstechen

Seitenstechen tritt meist beim Laufen auf, aber auch bei anderen Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Squash. Betroffen sind meist Anfänger, die ihre Belastungsgrenzen noch nicht genau abschätzen können.. Es handelt sich um harmlose, aber schmerzhafte und lähmende Stiche unter dem Rippenbogen. Der genaue Grund für das Auftreten von Seitenstechen ist noch nicht erforscht. Folgende Theorien gibt es aber:

  • Seitenstechen kann durch eine verminderte Durchblutung des Zwerchfells auftreten.
  • Auch eine schwache Bauchmuskulatur kann Seitenstechen begünstigen.
  • Zu starke Belastung sowie unregelmäßige Atmung können Seitenstechen verursachen.
  • Eine falsche Haltung kann zu Seitenstechen führen.
  • Falsche Kleidung kann Seitenstechen begünstigen.

Was kann man dagegen tun?

  • Oftmals kann man durch die Ernährung ein Seitenstechen verhindern. 2-3 Stunden vor der Belastung sollten keine festen Speisen oder Speisen, die Blähungen verursachen (Hülsenfrüchte, Milch) mehr zu sich genommen werden.
  • Trainieren Sie Ihre Bauchmuskulatur.
  • Trainieren Sie in Ihrem optimalen Bereich regelmäßig und unter gleichbleibender Belastung.
  • Tragen Sie keine zu enge Kleidung, die auf den Bauch drückt.
  • Im akuten Fall atmen Sie tief und regelmäßig durch den Bauch, verringern Sie die Belastung, bis die Beschwerden abgeklungen sind.
  • Arme beim Gehen hoch nehmen und dabei einatmen. Beim Ausatmen die Arme herunter nehmen und den Oberkörper nach vorne beugen.

Selen

Über die Wirkung von Selen weiß man im Grunde genommen noch sehr wenig. Auf jeden Fall klar ist, dass Selen Antioxidative Eigenschaften hat und zugleich der toxischen Wirkung von Cadmium, Quecksilber, Thallium und Silber entgegenwirkt.

Vermutet wird überdies, dass Selen maßgeblichen Einfluss auf den Alterungsprozess des Körpers hat. So führt vermutlich Selenmangel zu einer oxidationsbedingten schnelleren Alterung. Besonders selenhaltig sind vor allem proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Innereien. Aber auch Nüsse haben einen hohen Selengehalt.

Die Empfehlungen für eine ausreichende Versorgung mit Selen schwanken noch zwischen 20 - 100 µg pro Tag. Eine zu hohe Selenzufuhr sollte vermieden werden. Sicher nachgewiesen ist eine toxische Wirkung mindestens ab 50facher Tagesdosis.
 

Serin

Serin ist eine Aminosäure, die vom menschlichen Körper gebildet werden kann (nicht essentiell). Diese Aminosäure kommt in vielen Eiweißen vor.

Silizium (Si)

Wichtig für den Knochenbau, Bindegewebe, Zähne und Knorpel. Mangelerscheinungen sind hohe Blutfettwerte.

Snowbike

Ein Snowbike ist übersetzt nichts anderes als ein Schneefahrrad. Nur, dass es daran keine Räder, sondern Skier (oder Kufen) gibt. Komfortabel ausgerüstet mit Sitz, Lenker und Federungen (erst seit etwa 5 Jahren) geht es damit rasant downhill. Die Füße stecken in Skischuhen mit kurzen Skiern und dienen als seitliche Stabilisatoren, die Arme sind ausgestreckt und lenken das Snowbike.

Auch im Snowbike werden Meisterschaften ausgetragen mit den klassischen Disziplinen Slalom, Riesenslalom und Abfahrt. Allerdings ist diese Sportart recht unbekannt und wird daher selten in den Medien erwähnt. Neben den Meisterschaften werden aber auch Tiefschneefahrten, Power-Carving oder Buckelpisten-Fahren ausgeübt.

Die Ausrüstung sollte zum sicheren Ausüben dieser Sportart auf jeden Fall aus einem Helm und Protektoren bestehen. Ein modernes Snowbike wird aus Aluminium und Kunststoff gefertigt und wiegt unter 10 kg. Erfunden hat´s (nein - nicht die Schweizer) der Österreicher Engelbert Brentner 1949 als sogenannter Sitzski, der damals aus Holz bestand.

Solebad

Kalte oder warme Quellen (Thermen), die zwischen 1.5 und 6% Kochsalzenthalten. Solebäder werden bei verschiedensten Hauterkrankungen (z.B. Schuppenflechte, Psoriasis, Neurodermitis, Akne, irritierte Hautverhältnisse, Ekzem, Hautallergien, Venenerkrankungen etc.), bei Rheuma-, Gicht- und Gelenkbeschwerden, zur Rekonvaleszenz nach Operationen, bei Frauenerkrankungen und Kindern mit Infektneigungen, sowie zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems und zur Entschlackung des Körpers empfohlen.

Stretching

Zu jedem guten Trainingsplan gehört das abschließende Dehnen der Muskulatur, auch Stretching genannt.

Dabei werden die trainierten und damit zur Verkürzung neigenden Muskeln wieder gestreckt und gedehnt. Dies hat neben einem kleinen ästethischen Effekt auch eine erholsame Wirkung. Diese Wirkung beruht allerdings nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern nur auf Erfahrungswerten von Physiotherapeuten oder Medizinern.

Gedehnte Muskeln sind elastischer, geschmeidiger und beweglicher. Desweiteren werden die Gelenke beweglich gehalten.

Vom früher bekannten Wippen und damit kurzzeitigen Überdehnung der Muskulatur sollte im Freizeitsport Abstand genommen werden. In Fitness-Studios wird heutzutage vielfach das passiv-statische Stretching vertreten, unter Zuhilfenahme von entsprechenden Geräten. Hierbei sollte die Dehnung ca. 10-20 Sekunden gehalten und dann gelöst werden. Dies kann 2 bis 3 Mal wiederholt werden.

Daneben gibt es aber noch

  • Isometisches Stretching (für Kinder und Ältere effizient),
  • Ballistisches Stretching (schnelle, wippende Bewegungen) und das
  • Dynamische Stretching (starkes Stretching bis zur Grenze des Bewegungsausmasses, nur unter Anleitung durchzuführen).

Stretching sollte Spaß machen und entspannend wirken. Anfängliche Schmerzen sind auf Durchführungsfehler (zu viel Dehnung) oder unflexible Muskeln zurückzuführen. Diese weichen mit der Zeit jedoch dem Wohlgefühl.

Achtung: Gedehnt werden sollten Muskeln nur in warmen Zustand, d.h. nach der Aufwärmung zur Vorbereitung auf ein Krafttraining oder als Abschlussübung zum entspannen. Jede Bewegung beim Dehnen sollte langsam und vorsichtig durchgeführt werden. Es sollte in jedem Fall auf regelmäßiges Atmen geachtet werden (wird vielfach vergessen).

Supplementation

Ergänzung der Nahrung durch Einzelnährstoffe, (z.B. Vitamin C) oder Nährstoffkombinationen.

Süßstoffe

Chemisch hergestellte Süßungsmittel ohne Kalorien und ohne Auswirkungen auf den Blutzucker. Zu den S. gehören u.a. Cyclamat, Saccharin, Aspartam. Die meisten in Deutschland verwendeten Süßstoffe sind eine Mischung aus Cyclamat und Saccharin. Neue S. sind Thaumatin, Acesulfam K und Neohesperidin, die vorwiegend von der Industrie verwandt werden. S. werden im Handel in Tablettenform als Flüssigsüße oder als Streusüße angeboten, inzwischen auch als Gemisch aus S. und Zuckeraustauschstoff. Der Süßstoff Aspartam enthält die Aminosäure Phenylalanin und ist somit nicht geeignet für Personen, die an Phenylketonurie (PKU) leiden. S. sind nach derzeit vorliegenden Untersuchungen nicht gesundheitsschädlich.