Lexikon

Valin

Valin ist eine lebensnotwendige (essentielle) Aminosäure, die mit der Nahrung zugeführt werden muß. Sie kommt in fast allen tierischen und pflanzlichen Eiweißen vor.

Vanadium (V)

Verhindert die Bildung von Cholesterol. Ist bedeutsam für Knochen und Zähne. Eine zu hohe Zufuhr wirkt sich toxisch auf den Körper aus.

Versteckte Fette

Unsichtbarer Fettanteil von Nahrungsmitteln. Etwa die Hälfte der gesamten Fettzufuhr entfällt auf versteckte Fette.

Vitamin A

Das essentielle Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin und benötigt daher Fette als Transportstoff sowie zur Verwertung. Vitamin A aber eine Stoffgruppe aus mehreren chemischen Verbindungen, die dasselbe biologische Wirkungsspektrum wie Retinol aufweisen. Die eigentlich richtige Bezeichnung für das Vitamin lautet also Retinol.

Ihre Augen werden schwächer, vor allem in der Dämmerung oder gar bei Nacht können Sie nicht mehr gut sehen. Das kann beim Autofahren sehr gefährlich werden. Und es ist ein ernstzunehmender Hinweis auf einen Mangel an Vitamin A (auch als Retinol bekannt). Weitere Symptome für einen Mangel dieses natürlichen Vitamins sind trockene Haut, Haarausfall, Abgeschlagenheit und eben Nachtblindheit. Davor schützt Sie die Zufuhr von natürlichem Vitamin A.

Es ist auch wichtig für das Knochenwachstum und als Schutzfaktor für die Haut. Von diesem Hausmittel braucht ein Erwachsener täglich etwa ein Milligramm. Diese Menge führen Sie Ihrem Körper durch den Verzehr von 100 g Karotten zu. Mit Öl oder Butter geniessen, denn Vitamin A ist fettlöslich.

Vitamin A wird zum Teil direkt mit der Nahrung aufgenommen, kann aber auch aus Carotinen (Provitamin A = die Vorstufe von Vitamin A) gebildet werden. Der Vitalstoff ist nicht nur an wichtigen Körperfunktionen beteiligt, er ist zudem gut für die Augen und für die Haut.

Ein Vitamin A Mangel ist eher selten und kommt bei einem gesunden Menschen, der sich ausgewogen ernährt, kaum vor. Beim Stoffwechsel dieses Vitamins ist allerdings das Vorhandensein von RBPs wichtig. Ein Mangel an diesen Proteinen kann zu ähnlichen Symptomen wie ein Mangel an dem Vitamin selbst führen. Die chemischen Verbindungen, die zum Vitamin A zählen, sind für den Stoffwechsel und viele andere Körperfunktionen wichtige Retinoide. Retinal, Retinol, Retinsäuren sowie Retinylpalmitat gehören beim Menschen zur Vitamin A Gruppe.

Zur Vereinfachung wird Retinol wie auch auf dieser Seite, häufig mit Vitamin A gleichgesetzt und als Synonym verwendet, was so genau genommen nicht richtig ist. Denn eigentlich steht die Bezeichnung Vitamin A für eine Stoffgruppe von β-Jononderivaten.

Retinol ist das eigentliche Vitamin. Es kommt ausschließlich in tierischen Nahrungsmitteln wie Leber, Fisch, Eiern und Milchprodukten vor. In pflanzlichen Lebensmitteln steckt aber die Vorstufe des Vitalstoffs, die sogenannten Carotinoide. Die wichtigsten Quellen hierfür sind gelbe und orangefarbene Obst und Gemüsesorten. Das bekannteste Carotinoid ist β-Carotin.

Vitamin B2

Vitamin B2 (Vitaminkomplex aus Stoffwechselvitaminen - Riboflavin, Niacin, Folsäure und Phantothensäure), wasserlöslich

Diese Enzymbestandteile spielen beim Abbau der Nährstoffe in den Zellen eine zentrale Rolle. Sie dienen der Verwertung von Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß. Die Forscher gehen davon aus, dass Vitamin B2 auch Schutz vor Wachstumsstörungen bietet. Mangelerscheinungen: Wachsstumsstörungen und Schleimhautblutungen. Bei Niacinmangel treten auch gelegentlich Hautveränderungen und Störung des Zentralnervensystems auf.

Vitamin B2 kommt vor allem vor in: Vollkornprodukte, Weizenkeime, Gemüse, Milch und Milchprodukte, Fisch und Fleisch.

Der Tagesbedarf eines Erwachsenen gemäß EU-Empfehlung liegt bei 1,6 mg.

Vitamin B6

Vitamin B6 (Pyridoxin), Nervenvitamin, wasserlöslich. Es wirkt im Wesentlichen im Eiweißstoffwechsel und beugt Schädigungen des Nervensystems vor. Mangelerscheinungen sind im Wesentlichen Nervenstörungen und eine Schädigung der Haut. Vitamin B2 kommt vor allem vor in: Vollkornprodukte, Nüsse, Milch, Hefe, Fleisch, Eier. Der Tagesbedarf eines Erwachsenen gemäß EU-Empfehlung liegt bei 2,0 mg.

Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin C ist das Vitamin, das wir eigentlich alle kennen und von dem wir am meisten wissen. Zum Beispiel was passiert, wenn wir mit diesem natürlichen Vitamin unterversorgt sind: Jeder Schnupfen, jede Grippe, jeder Husten erwischt uns.

Wir sind extrem infektanfällig. Wir neigen zu Zahnfleischbluten und Zahnausfall (Skorbut). Auch Gelenkentzündungen und Muskelschwund gehören zu den Folgen von einem Mangel an Vitamin C.

Vitamin C macht die schädlichen freien Radikale in unserem Körper unschädlich. Ohne Vitamin C können wir kein Eisen über den Darm aufnehmen und es ist wichtig für die Knochenbildung, die Hormonsynthese, den Cholesterinstoffechsel und die Knochenbildung.

Der normale Tagesbedarf liegt bei etwa 100 Milligramm, Schwangere und Raucher brauchen 150 Milligramm. In jeweils 100 Gramm folgender Nahrungsmittel finden Sie: Zitrone, Petersilie, Kalbsleber, Hagebutte.

So ist natürliches Vitamin C beispielsweise in der Acerola Frucht (1700 Milligramm pro 100 Gramm), im Camu-Camu-Strauch (etwa 2000 Milligramm pro 100 Gramm), in der australischen Buschpflaume (bis zu 3000 Milligramm pro 100 Gramm, s. a. Wikipedia) in schwarzen Johannesbeeren (170mg/100g) und im Sanddorn (bis zu 900 mg / 100g) enthalten. Sanddorn enthält neben dem Vitamin C aber auch Betacarotin sowie wichtige Vitamine der B-Gruppe.

Die australische Buschpflaume, auch "Murunga“ genannt, ist in Europa noch weitestgehend unbekannt. Von den australischen Eingeborenen wird sie aber als großer Energielieferant geschätzt . Sie ist verbreitet im tropischen Waldgebiet der “Northern Territories“ und Westaustralien bis ins östliche “Arnhemland“.

Camu-Camu (Myrciaria dubia) der Vitamin C Gehalt liegt bei bis zu 2800 mg/100 g Acerola Kirsche Die Acerola Kirsche, auch Kirsche der Antillen genannt, ist in Brasilien, Panama, Mexiko und Guatemala, bis hinauf nach Texas verbreitet. Die roten Früchte wachsen auf niedrigen, ein bis drei Meter hohen, immergrünen Sträuchern. Wegen ihres besonders hohen Vitamin-C-Gehalts wird die Acerola Kirsche inzwischen auch nach Europa exportiert

Vitamin E (Tocopherol)

Vitamin E hat starke antioxidative Kompetenzen. Deshalb ist er in der Lage, mehrfach ungesättigte Fettsäuren in Lipoproteinen, Membranlipiden und Depotfett vor Lipidperoxidation und damit vor Zerstörung zu bewahren.

Ohne seine Präsenz zerstören freie Radikale die Doppelbindungen der Fettsäuren in den Zellmembranen und damit die Zelle selbst im Verlaufe der destruktiven Reaktionen. Durch Rückführung in einen lipophilen Zustand wird es in seinen Originalzustand zurückversetzt und ist in diesem wieder als Antioxidans verfügbar.

Besonders hohe Konzentrationen an Vitamin E kommen in pflanzlichen Ölenvir, wie zum Beispiel in Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl. Die Absorptionsrate liegt bei 30%.

Öle mit hohem Vitamin-E-Gehalt gilt das Gleiche. Um alle 16 Varianten zu erhalten und damit eine optimale Versorgung mit diesem Vitamin, erscheint es als empfehlenswert, auf natürliche Produkte zurückzugreifen, z.B. Nüsse, Spinat, Rote Beete, Kohl, Tomaten, Kürbisse, Krabben, Mango, Broccoli, Papaya, Oliven usw. Öle sind immer noch zu empfehlen, vorausgesetzt sie kommen nicht aus industrieller Produktion, sondern werden naturbelassen produziert.

Der Mindestbedarf wird angesetzt auf 4 mg pro Tag, plus 0,4 mg per Gramm Zusatz an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Protektiv wirksame Plasmaspiegel werden bei Dosierungen von 20-35 mg pro Tag erreicht. Da Vitamin E eine äußerst geringe Toxizität aufweist, gibt es Empfehlungen bis zu fast 270 mg pro Tag.

Wegen seiner Prostaglandin-Interaktion kommt es durch Vitamin E zu einer erhöhten Blutungsneigung. Bei Neurodermitis hat eine Vitamin-E-Supplementierung über acht Monate bei einer Dosierung von 268 mg pro Tag zu einer signifikanten Verbesserung der Symptome geführt.

Mangelerscheinungen sind extrem selten, da Vitamin E gut speicherfähig ist. Im Zusammenhang mit Krankheiten, die eine gleichzeitige Fettresorptionsstörung bedingen, kann eine Hypovitaminose auftreten, die auffällig wird durch Konzentrationsstörungen, trockene, faltige Haut, Müdigkeit, Leistungsschwäche, schlecht heilende Wunden, Reizbarkeit und Begünstigung von Arteriosklerose.

Vitamin E wird unproblematisch über Leber und Nieren ausgeschieden. Daher ist eine Überdosierung fast auszuschließen.

Vitamin E ist ein Antioxidationsmittel in der Lebensmittelindustrie. Es fungiert als Lebensmittelzusatzstoff in verschiedenen Formen und ist Zusatz in Kosmetika wie Sonnenschutzmitteln. Eine Vitamin E Beschichtung von Kondomen soll zudem deren Reißfestigkeit verstärken.

Allerdings gehen Untersuchungen davon aus, dass das alpha-Tocopherol, das meist für Nahrungsergänzungsmittel und als Lebensmittelzusatz benutzt wird, Krebs auslösen kann im Gegensatz zu den gesunden Formen gamma-Tocopherol und delta-Tocopherol. Möglicherweise können sie sogar das Wachstum von Tumoren deutlich verlangsamen und die Rückfallquote nach einer überstandenen Krebserkrankung senken. Tocotrienole helfen außerdem, Herzkrankheiten vorzubeugen. Sogar bereits bestehende Herzprobleme können durch diese Form von Vitamin E stabilisiert oder verringert werden.

Auch Vitamin E hat einen Einfluss auf die Steuerung der Keimdrüsen. Daher kommt sein Ruf als Anitsterilitätsvitamin. Für Speicherung und Transport im menschlichen Körper eignet sich RRR-α-Tocopherol am besten. Das α-Tocopherol-Transfer-Protein ist das für den Transport verantwortliche Protein in der Leber, welches die höchste Affinität zum natürlichen α-Tocopherol hat.

Vitamin- und Mineralstoffpräparate

Sportler haben einen durch die zusätzliche Anstrengung und das Schwitzen einen erhöten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Viele Vitamine sind essentiell und können somit vom Körper nicht selbst gebildet werden. Die Haupt- aufgabe von Vitaminen ist die Regelung verschiedener Stoffwechselvorgänge und somit unterliegt ihnen auch die Proteinsynthese. Wenn also besonders die essentiellen Vitamine nicht in ausreichender Form vorhanden sind funktioniert auch die Eiweißverwertung nicht richtig. Vitamine und Mineralstoffe sind außerdem für die Vitalität von Haut, Haaren und Nägeln verantwortlich. Die Einnahmeemfehlungen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Packung.

Vitamine

Vitamine sind organische Verbindungen, die vorwiegend in Pflanzen gebildet werden. Sie wirken im Körper in kleinen Mengen. Sie sind für den Ablauf vieler Stoffwechselvorgänge im menschlichen und tierischen Organismus verantwortlich, nämlich für Wachstum, Erhaltung der Funktionen und Fortpflanzung. Sie sorgen für die richtige Verwertung der Nährstoffe im Körper. Da der Mensch Vitamine nicht in ausreichender Menge selbst aufbauen oder speichern kann, müssen sie täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. (essentielle Wirkstoffe)

Vitamine wirken bei den meisten Stoffwechselvorgängen im Körper mit. So sorgen sie zum Beispiel für die Aufnahme und Verwertung der Nährstoffe im Körper. Sie sind notwendig für die Bildung und Erhaltung des Blutes und von Hormonen und sie regulieren das Nervensystem.

Außer bei Vitamin C liegt der tägliche Bedarf eines normalen Erwachsenen unter 20 mg. Hierbei wird nicht zwischen den Geschlechtern unterschieden. Kinder, Schwangere, Stillende, Kranke und ältere Menschen haben jedoch oft einen erhöhten Bedarf.

Teilweise steigt der Bedarf an Vitaminen im Zuge einiger Lebensgewohnheiten. Einige Vitamine werden in einer Vorstufe (Provitamine) aufgenommen und bei Bedarf in Vitamine umgewandelt.

Wasserlösliche Vitamine

Einige Vitamine sind wasserlöslich. Das heißt, dass sie im Körper im Allgemeinen sofort aufgenommen werden können. Es braucht keine Hilfsstoffe. Dahingegen muss man bei der Zubereitung der Vitamine darauf aufpassen, dass nicht der ganze Vitamingehalt der Speisen im Kochwasser endet! Es handelt sich um die Vitamine B1, B2, B6, B12, C und H.

Fettlösliche Vitamine

Im Gegensatz zu den wasserlöslichen Vitaminen sind fettlösliche Vitamine bei der Zubereitung oft nicht ganz so kritisch. Allerdings benötigen sie im Blut einen Katalysator in Form von Fett, um aufgenommen werden zu können. Es sind die Vitamine A, D, E, K und die Provitamine Karotin sowie Ergostin, Cholesterin.

Bei den meisten Vitaminen ist es nicht schlimm, wenn man etwas mehr zu sich nimmt, als man wirklich verbraucht. Wasserlösliche Vitamine werden im Allgemeinen einfach ausgeschieden.

Vitamine, Überdosierung

Überhöhte Zufuhr von Vitamin A allerdings führt zu Erbrechen, Durchfall und auch Störungen an den Schleimhäuten. Zu Hohe Dosierung von Vitamin D führt zu Kalziumablagerungen in Gefäßen und vor allem auch in den reinigenden Nieren.

Vitaminverluste

Vitaminverluste entstehen bei der Lagerung, Konservierung oder Zubereitung von Lebensmitteln. Dabei können Enzyme und Mikroorganismen oder Umweltbedingungen wie Feuchtigkeit, Luft, Hitze und Licht zu einer Verringerung des Vitamingehalts führen.