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Sport mit Wirbelgleiten?

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ie Wirbelsäule ist ein sehr komplexes Wunderwerk der Natur. Bestehend aus 24 Wirbeln, Kreuz- und Steißbein, 133 Gelenken, 224 Bändern und 143 Muskeln ist sie extrem stabil und gleichzeitig sehr empfindlich.

Durch den beweglichen Verbund von Wirbelkörper und Bandscheibe ermöglicht sie das notwendige Zusammenspiel von Bewegung, Stütz- und Schutzfunktion.

Wirbelgleiten und wie es ausgelöst wird

Beim Wirbelgleiten verschieben sich 2 Wirbel gegeneinander. In den meisten Fällen ist der Bereich der Lendenwirbelsäule betroffen, sehr selten andere Regionen.

Es wird zwischen der angeborenen und erworbenen Form des Wirbelgleitens unterschieden. Bei der angeborenen Form liegt eine Fehlentwicklung oder ein genetischer Defekt vor.

Die erworbene Form kann durch Verletzungen, Verschleiß, Überbelastung oder eine Knochensubstanzerkrankung hervorgerufen werden. In seltenen Fällen tritt es als Nebenwirkung nach einer Operation auf.

Auffällig häufig sind Leistungssportler aus den Bereichen Gewichtheben, Speerwurf, Trampolin und Kunstturnen betroffen.

Symptome und Diagnose

Die angeborene Form verläuft oft symptomlos, da der Verschiebevorgang sehr langsam verläuft, und wird mehr durch Zufall auf einem Röntgenbild entdeckt.

Die Symptome des Wirbelgleitens hängen vom Grad der Verschiebung ab. Leichte Verschiebungen bleiben oftmals unbemerkt, stärkere Verschiebungen lösen im betroffenen Bereich Schmerzen aus, der bis in die Oberschenkel ausstrahlen kann.

Bewegungseinschränkungen sind ein weiteres Anzeichen. Eine sichere Diagnose ist nur mittels eines seitlichen Röntgenbildes möglich, das die Verschiebung und den Schweregrad deutlich macht.

Behandlung

Die Therapie verläuft meist konservativ durch Schmerzmittel und Bewegungstherapie, um die Rumpfmuskulatur zu stärken.

Eine stabile, gut trainierte Bauch- und Rückenmuskulatur stützt die Wirbelsäule und hilft die Wirbelkörper zu stabilisieren. In schweren Fällen kann dem Betroffenen in orthopädischen Kliniken durch eine Operation geholfen werden.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung sollte evtl. vorhandenes Übergewicht reduziert werden und auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden.

Bei schwerer körperlicher Arbeit und Kraftsportarten auf eine ergonomische Bewegungsausführung achten und unbedingt ein Hohlkreuz vermeiden.

Eine gut trainierte Rumpfmuskulatur trägt ebenso zur Vorbeugung bei.

Sport bei Wirbelgleiten

Sport ist auch und gerade bei Wirbelgleiten wichtig. Rückenschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Yoga, Pilates oder der Besuch einer Rückenschule sind empfehlenswert.

Auch mit der Diagnose Wirbelgleiten ist ein sportliches und aktives Leben möglich. Eine starke Rumpfmuskulatur stützt die Wirbelsäule und lindert die Beschwerden, sodass Alltag und Freizeit Spaß machen können.