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Kaffee und Sport: Leistungsgarant oder fatale Kombination?

Kaffee gehört zum Alltag dazu: Wer einen kleinen Energieschub sucht, greift beim morgendlichen Frühstück, bei der alljährlichen Frühjahrsmüdigkeit oder einem Leistungseinbruch am Nachmittag automatisch zur Tasse.
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Das im Kaffee enthaltene Koffein sorgt für den erfolgreichen Weckruf. Dabei ist nur wenigen bekannt, dass ebenjener Weckruf nicht nur die Konzentration, sondern auch die sportliche Aktivität steigert.

Die natürliche Wirkung des Koffeins setzt bereits 30 bis 60 Minuten nach dem Kaffeetrinken ein. Je nach Gewicht, Empfindlichkeit und körperlichem Zustand dauert es etwa 10 bis 15 Stunden, bis sich der Koffeingehalt im Blut wieder reguliert hat. Während der Wirkungsdauer werden Gehirn und Nervensystem kontinuierlich stimuliert: Das Koffein lässt sich im Körper dort nieder, wo sonst die Botenstoffe für Müdigkeit andocken. Durch den Energieschub weiten sich die Blutgefäße, was die Durchblutung fördert. So werden die Muskeln effizient mit Sauerstoff versorgt und verfügen über mehr Kraft und Ausdauer.

So wirkt sich Kaffee auf die sportliche Leistung aus

Mit einer Tasse Kaffee vor dem Sport kann somit gezielt die Muskelkraft gesteigert werden. Gerade vor Ausdauersportarten, Gewichtheben oder Fitnesstraining sind der Konsum empfehlenswert. Nebenbei gibt das Koffein auch dem Geist einen Motivationsschub, denn wer sich energiegeladener fühlt, steigt von vornherein beflügelter in die Sportschuhe hinein.

Menschen, die unter Asthma oder Kurzatmigkeit leiden, können ebenfalls von der Stimulation des natürlichen Muntermachers profitieren. Die gesteigerte Sauerstoffaufnahme während des Sports entlastet nachweislich die Lunge und unterstützt sie in ihrer Tätigkeit. Zusätzlich verlangsamt die entzündungshemmende Wirkung die bei asthmatischen Erkrankungen entzündliche Reaktion der Atemwege. Eine anhaltende Linderung beim Atem erfolgt.

Kaffee und Magnesium: Wechselwirkungen umgehen

Viele Sportlerinnen und Sportler greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück, wie sie bequem in Online-Apotheken zu finden sind. Gerade Magnesium ist dabei essenziell, um den körpereigenen Regenerationsprozess und die Muskeln aktiv zu unterstützen. Wer jetzt zusätzlich eine Tasse Kaffee trinkt, muss Acht geben: Unter bestimmten Umständen kann Koffein die Aufnahme des Magnesiums beeinflussen. Hierbei spielt die Menge, aber auch die Zubereitungsart des Kaffees eine entscheidende Rolle.

Um unerwünschte Wechselwirkungen zu vermeiden, ist es zum einen ratsam, auf die Zugabe von zu viel Milch im Kaffee zu verzichten. Das in der Milch enthaltene Kalzium behindert die Magnesium-Aufnahme im Dünndarm und verringert somit die Versorgung. Zum anderen kann der Kaffeekonsum selbst zu einer erhöhten Ausscheidung des Mineralstoffs führen: Koffein wirkt sich auf die Nieren aus und kurbelt den Magnesiumverbrauch an.

Wer allerdings einen gesunden und normalen Koffeinkonsum pflegt, muss sich nicht sorgen. Bei einer ausgewogenen Ernährung und optionaler Präparat-Einnahme ist ein Magnesiummangel kaum zu befürchten und die Muskeln können sich nach der sportlichen Aktivität ganz unverkrampft erholen. Ansonsten gibt ein kurzes Gespräch mit dem Hausarzt Klarheit und Sicherheit.

Hilfreiche Tipps zum Schluss

Um von dem natürlichen Energielieferanten Koffein zu profitieren, sollte der Kaffee am besten eine halbe bis dreiviertel Stunde vor Sportbeginn getrunken werden. Ausreichend Wasser sorgt zudem für eine gute und gesunde Hydrierung. Weil jeder Mensch unterschiedlich ist, sollte zunächst ausgiebig getestet werden, mit welcher Art und Menge des Kaffees die Leistung angekurbelt werden kann. Hilfreich auch: sportfreie Tage einlegen, in denen auf Kaffee verzichtet wird. So kann sich der Körper nicht zu sehr an das stimulierende Koffein gewöhnen.