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Was tun bei akutem Sodbrennen?

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Sodbrennen ist ein weit verbreitetes Problem in der Bevölkerung und ist insbesondere dem falschen Lebensstil vieler Menschen geschuldet. Es handelt sich dabei um den Rückfluss des Magensaftes samt Speisebrei in die Speiseröhre. Symptome sind häufiges Aufstoßen und ein Brennen hinter dem Brustbein.

Wir geben Ihnen in diesem Beitrag hilfreiche Tipps, was Sie bei akutem Sodbrennen tun können.

Vorgehensweise bei akutem Sodbrennen

Die folgenden Hilfsmittel verschaffen Ihnen sofortige Linderung, wenn Sie unter akutem Sodbrennen leiden. Wenn Sie mehrere Maßnahmen nutzen um sich selbst zu helfen, es allerdings zu keiner Besserung kommt, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen. Manche Hausmittel dienen außerdem nur zur Symptombekämpfung und beseitigen das Problem an sich überhaupt nicht.

Beachten sollten Sie außerdem auch, dass sich nicht jedes Hausmittel für Sie geeignet ist. Die Wirkungen sind von Person zu Person sehr unterschiedlich.

Natron hilft sehr gut

Das Natron gehört zu den altbewährten Hilfsmitteln bei akutem Sodbrennen. Manche Märkte und Shops bieten sogar ganz spezielle Natronprodukte an, die gezielt gegen das Sodbrennen helfen sollen. Dazu gehört beispielsweise das Bullrich Salz.

Ein großer Vorteil von diesem Produkt ist, dass es Säuren neutralisiert, da es sofort basisch wirkt. Wenn Sie unter akutem Sodbrennen leiden, wird das Brennen durch die Einnahme von Natron sofort gelindert.

Dafür ist schon ein einziger Teelöffel ausreichend, geben Sie diesen in ein halbes Glas Wasser und trinken Sie es komplett aus.

Bei der Einnahme von Natron sollten Sie allerdings auch vorsichtig sein. Denn je mehr Sie davon einnehmen, desto größer ist der Neutralisationseffekt. Die Nahrung muss trotzdem noch verdaut werden und Sie möchten sicherlich nicht ihren Magensaft der eine Säure ist, zu einer basischen Suppe machen die keine Nahrung mehr verstoffwechseln kann. Gehen Sie daher bitte besonders vorsichtig an die Nutzung von Natron heran.

Außerdem ist es wichtig dass Sie verstehen, dass die Einnahme von Natron als Hilfsmittel gegen das akute Sodbrennen, keine dauerhafte Lösung sein kann, da es das Problem nicht grundlegend beseitigt, sondern lediglich die Symptome lindert.

Wenn Sie Natron regelmäßig einsetzen, wird dem Magen außerdem signalisiert, dass sich zu wenig Säure im oberen Verdauungstrakt befindet, da Sie diese ja neutralisiert haben. Daraufhin produziert der Magen noch mehr Säure und das Sodbrennen beginnt sogar erneut, allerdings deutlich stärker als davor.

Kamillentee ist besser geeignet als Natron

Zwar neutralisiert Natron sofort die Säure und beseitigt dadurch das furchtbare Brennen hinter dem Brustbein, allerdings ist das eine sehr aggressive Vorgehensweise und die Wirkung hält nicht ewig an.

Deshalb eignet sich Kamillentee viel besser, zwar wirkt es wesentlich sanfter, allerdings hält der Effekt länger an. Den Tee können Sie zu jeder Zeit ohne Bedenken trinken und er wird Ihnen ein wohliges Gefühl im Bauch und der Magengegend geben. Die Kamille beruhigt die Verdauung, wärmt und beruhigt die Schleimhäute.

Wir empfehlen Ihnen, reinen Kamillentee in Flockenform zu kaufen, anstatt Teebeutel zu verwenden. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Dieser Kamillentee ist deutlich intensiver und hat einen wesentlich stärkeren Effekt. Für die Zubereitung nehmen Sie einfach 1 bis 2 Esslöffel von den Blüten und geben Sie in eine Tasse, anschließend überbrühen Sie die Blüten mit heißem Wasser. Nach 6 Minuten einfach abseihen und genießen.

Heilerde wirkt sanft und sehr effektiv gegen Sodbrennen

Wenn Sie die Heilerde traditionell anwenden, kann sie besonders mild aber sehr wirkungsvoll gegen das Sodbrennen helfen.

Für den Magen-/Darmtrakt ist Heilerde sehr lindernd und heilend. Sie wird bei vielfältigen Beschwerden in der inneren Bauchgegend eingesetzt, besonders bei Durchfall und bei Sodbrennen.

Die Heilerde hilft schnell, aufgrund der hohen Säurebindung, ähnlich wie Natron, allerdings nicht ganz so aggressiv. Wenn Ihre Speiseröhre also besonders stark brennt, können Sie dieses Mittel bedenkenlos einsetzen.

Aufgrund der besonderen Mischung aus verschiedenen Mineralien und Spurenelementen, bindet die Heilerde auf natürliche Art und Weise, die überschüssige Säure. Der brennende Schmerz welcher für das typische Sodbrennen bekannt ist, wird danach aufhören, da kein Magensaft mehr in die Speiseröhre zurückfließen kann.

Tatsächlich gibt es so gut wie keine Nebenwirkungen der Heilerde, denn es wird nur die überschüssige Säure gebunden, wohingegen Natron als starker basischer Gegenspieler zur Magensäure wirkt und diese sogar komplett neutralisieren kann!

Allerdings sollten Sie darauf achten, sehr feine Heilerde zu nutzen, denn je gröber die Körnung und die Zusammensetzung, desto geringer ist auch die Säurebindung im Magen. Ideal ist die ultrafeine Heilerde.

Es gibt sogar eine Studie dazu, in der untersucht wurde, wir gut die Beschwerden welche durch das Sodbrennen entstehen, mit der Hilfe von Heilerde gelindert werden können.

Die Untersuchung erstreckte sich über eine Dauer von etwa 2 Wochen, wobei 146 Personen untersucht wurden. Diese Menschen hatten mit den typischen Problemen und Symptomen von Sodbrennen zu kämpfen.

Der Effekt war erstaunlich, viele Patienten konnten bereits nach wenigen Minuten einen Effekt verspüren. Bereits nach einer viertel Stunde waren die Symptome bereits zu einem großen Anteil verschwunden. Im Vergleich zu Natron, hielt die Beschwerdefreiheit auch deutlich länger an.

Nach der Studie, mussten die Teilnehmer die Wirkung der Heilerde bewerten. 80% waren überzeugt und gaben eine gute oder sehr gute Bewertung ab. Bei allen 146 Patienten traten keinerlei Nebenwirkungen auf.

Die Heilerde ist also tatsächlich ein Natur-Arzneimittel, welches sich perfekt gegen das Sodbrennen eignet, wir empfehlen es gerne weiter.

Was tun wenn sich die Symptome nicht bessern

Wenn die Symptome vielfältiger sind und nicht verschwinden, könnte es auch sein, dass Sie nicht unter klassischem Sodbrennen leiden, sondern unter stillem Reflux.

Dieser macht sich zum Beispiel durch Heiserkeit, Halsschmerzen und häufigem Räuspern bemerkbar. Auch Übelkeit und Asthma gehören zu den Folgen von stillem Reflux. Manchmal schlagen die Medikamente oder Hilfsmittel überhaupt nicht an und führen zu keiner Verbesserung, in diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt fragen, ob es sich um einen stillen Reflux handeln könnten denn dieser wird häufig als Sodbrennen fehldiagnostiziert und wird oft erst bemerkt, wenn schon Schäden entstanden sind. Daher ist auch klar, dass Heilerde und co dann nicht mehr helfen. Auf Refluxgate finden Sie eine Vielzahl hilfreicher Informationen zum Thema Reflux. Auf der Seite wird auch der so genannte RSI- Test (Reflux-Syndrom-Index) angeboten, welchen jeder kostenlos machen kann. Das ganze Dauert höchstens 5-10 Minuten und ist bei ehrlicher Beantwortung auch sehr verlässlich. Dieses Testverfahren benutzen auch Mediziner um Ihre Patienten auf Stillen Reflux zu testen.

Fazit

Wenn Sie bereits seit längerer Zeit erfolglos wegen Sodbrennen in Behandlung sind und sich keinerlei Besserung einstellen, sollten Sie nicht den Mut verlieren! Die Vermutung liegt nahe, dass Sie an stillem Reflux leiden. Warten Sie nicht lange und sprechen Ihren Behandelnden Arzt auf diese Möglichkeit an, fall er Sie noch nicht in Betracht gezogen hat. Mit stillem Reflux ist nicht zu spaßen, schon gar nicht, wenn er lange Zeit unbehandelt bleibt, da ernsthafte Schäden im Körper entstehen können und die Lebensqualität deutlich leidet. Doch kein Grund zur Panik! In vielen Fällen kann stiller Reflux relativ einfach erfolgreich behandelt werden. Manchmal ist bereits eine Umstellung von Ernährung und Lebensweise ausreichend, um die Symptome ganz oder fast vollständig abzustellen.