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Bei Magen- und Darmproblemen hilft auch die Natur

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Magenkrämpfe, Darmprobleme und allgemeine Magenleiden gehören immer mehr zu den häufigsten Volkskrankheiten. Grund: Streß, wenige ruhige Momente, Aggresivität, Belastungen im Alltag, falsche Ernährung, Zigaretten, Alkohol, Kaffee usw..

Was hilft auf natürlichem Wege der Besserung?:

Die Pfefferminze

Die Pfefferminze zählt schon seit Sebastian Kneipp zu jenen Pflanzen, die den Magen stärken und die Verdauung fördern. In Kräuterbüchern wurde Pfeffermine sogar schon vor 2000 Jahren wegen ihrer Heilkraft hochgelobt. Pfefferminze ist reich an ätherischen Ölen und an Menthol. Dieses ätherische Öl wirkt leicht desinfizierend und krampflösend, es macht die Magenschleimhaut unempfindlicher und wirkt appetitanregend.
Dosierung: Als Teeaufguß, 1-3 Teelöffel Pfefferminze auf eine Tasse, täglich max. vier Tassen.

Das Tausendgüldenkraut

Die Bitterstoffe im Tausendgüldenkraut sind so konzentriert, daß man sie noch in einer Verdünnung von 1:3500 schmecken könnte. Bitterstoffe sind bekannt dafür, daß sie einen vermehrten Speichel- und Magensaftfluß auslösen. Dadurch wird die Funktion der Verdauungsdrüsen allgemein angeregt. Die alte Volksweisheit, die besagt, bitter sei gut für den Magen, ist auch medizinisch erwiesen. Der Appetit und die Qualität des Magensaftes wird verbessert, der Übergang der Speisen in den Dünndarm beschleunigt. Man glaubt heute, daß das Tausendgüldenkraut eines der besten Mittel gegen Sodbrennen ist. Der Bitterstoff des Tausendgüldenkrauts regelt die mangelhafte Salzsäure- und Pepsinbildung. Millionen von Menschen leiden unter dieser unterentwicklung oder falschen Konzentration. Die Bitterstoffe des Tausendgüldenkrauts sorgen dafür, daß der Magen diese Bildung wieder normal regelt.
Dosierung: Bei Tee nimmt man 1 Teel. auf 1 mittl. Tasse Wasser und macht einen kalten Auszug, den man etwa sechs Stunden ziehen läßt. Man nimmt etwa täglich 1 Tasse diesen Tees eßlöffelweise. Als Pulver nimmt man 1 Messerspitze eine halbe Stunde vor dem Essen. Beachten: Ungesüßt in beiden Fällen. Mittlerweile können Sie auch in einer Apotheke Tausendgüldenkraut- Tabletten erwerben.

Die Möhre

Wie der Fenchel ist sie vorallem für Kinder sehr gut verträglich. Ihre ätherischen Öle beeinflussen die Schleimhäute und das Magen- und Darmgewebe. Am wichtigsten ist jedoch Carotin (Vorstufe des Vitamins A / Vitamin B1 und B2), das den großen Schwächeverlust, den diese Magen- und Darmstörungen verursachen, wieder ausgleicht. Die genannten Vitamine sind vor allem bei Kindern für Wachstum und Widerstandskraft unentbehrlich. Dosierung: Ca. 2 Möhren am Morgen oder täglich 2-3 Teelöffel Bio-Möhrensaft.

Der Fenchel

In einer Familie mit Kindern sollte Fenchel nicht fehlen! Häufig tritt bei Kinder, aber auch schon bei Säuglingen, eine Schwäche der Verdauungsorgane, Gasbildungen, Leibschmerzen und Entzündungen auf. Fenchel ist in der Wirkung stark, aber mild genug, um nicht zu scharf zu wirken. Aber auch für Erwachsene ist Fenchel genau so wirksam und kann auf natürlichem Weg dem Magen und den Verdauungsorganen helfen. Fast 60 Prozent seiner ätherischen Öle bestehen aus dem süßlich schmeckenden Anethol, nur 20 Prozent dagegen sind bittere Stoffe.
Dosierung: Man gibt einen Teel. Fenchelaufguß auf eine Tasse. Säuglingen gibt man ihn am besten in Milch oder Wasser. Auch wenn man nicht mehr an Magen- oder Darmstörungen leidet, kann man die Fenchelkur fortsetzen, weil sie den gesamten Verdauungsorganismus kräftigt und stärkt, auch bei Kindern.

Die Kamille

Es gibt kaum eine Störung im menschlichen Organismus, bei der die Kamille nicht in dieser oder jener Form mildernd oder heilend wirkt. Das Geheimnis liegt in ihrem ätherischen Öl das Entzündungen abbaut, und einer Substanz, die krampflösend wirkt. Heilerfolge mit der Kamille bei Blähungen, Magenverstimmungen, Darmkoliken und Darmkrämpfen sind medizinische unbestritten.
Dosierung: 1-2 Teelöffel Kamille auf eine Tasse, täglich 1-2 Tassen. Schluckweise trinken, um die Wirkung dosiert zu erreichen. Bewährt hat sich auch eine Mischung von Kamille mit Melisse und Pfefferminz zu gleichen Teilen. 1-2 Teelöffel dieser Mischung mit einer Tasse Wasser abkochen. Am besten nach jeder Mahlzeit schluckweise trinken. So mild Kamille zu sein scheint, so wichtig ist es, diese Dosierung nicht zu überschreiten. Bei stärkerer Dosierung können unangenehme Nebenerscheinungen auftreten: Schwindel, Nervosität, Schlafstörungen. Verstärken kann man die Kamillentee-Wirkung, wenn man sie mit einer Rollkur verbindet. Vor allem bei Magenschleimhaut-Entzündungen und bei akutem Magenkatarrh wird diese Kombination von den Ärzten empfohlen. Die Rollkur selbst geht ganz einfach vor sich: Man trinkt morgens -auf nüchternen Magen- den Kamillentee, legt sich dann zuerst nach links, anschließend auf den Bauch, wieder nach links auf den Rücken und von da auf die rechte Seite. In jeder dieser Lagen verharrt man etwa 3 Minuten. Der Grund: Die Magenschleimhaut soll genügend lange mit den Wirkstoffen der Kamille in Verbindung kommen.