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Team Fitnessletter

Aktualisiert am
04. August 2003


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Hauttypen

Sonstiges

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er Haut stehen verschiedene Schutzmechanismen zur Verfügung, um sich vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen.

  • Durch eine Verdickung der Hornschicht der Haut wird eine sogenannte „Lichtschwiele“ aufgebaut. Das dauert zwischen zwei und drei Wochen. Die Hautverdickung verbessert den Eigenschutz der Haut um das Vierfache.
  • Die Zellkerne der Zellen aus der Oberhautschicht werden durch den Farbstoff Melanin geschützt (die Haut wird braun). Die Bräunung ist erst nach ca. zwei bis vier Tagen sichtbar.
  • Bereits entstandene Zelldefekte werden durch ein begrenzt wirksames Reparatursystem erneuert und kann bleibende Schäden zum Teil verhindern.

4 verschiedene Hauttypen

Dass die Menschen allerdings unterschiedlich schnell auf Sonne reagieren, kennt jeder von sich selbst. Die Kommission zur Früherkennung von Hautkrebs unterscheidet vier Hauttypen:

Hauttyp 1: Keltischer Typ (2%)

  • Merkmale: helle Haut, Sommersprossen, blonde oder hellrote Haare, blaue oder grüne Augen
  • Typ: Keltischer Typ, mit ca. 2% vertreten
  • Bräunung: Immer Sonnenbrand, niemals Bräunung, Haut schält sich
  • Eigenschutzzeit2): 5 -10 Minuten
  • Empfohlener LSF: mindestens LSF 15

Hauttyp 2: Hellhäutiger Europäer (12%)

  • Merkmale: helle Haut, blonde, blaue oder grüne Augen
  • Typ: Hellhäutiger Europäer oder auch Germanischer Typ, mit ca. 12% vertreten
  • Bräunung: Immer Sonnenbrand, schwache Bräunung
  • Eigenschutzzeit2): 10 -20 Minuten
  • Empfohlener LSF: In den ersten Sonnentagen mindestens LSF 14, später LSF 9-14

Hauttyp 3: dunkelhäutiger Europäer (78%)

  • Merkmale: dunkle Haare, braune Augen
  • Typ: Dunkelhäutiger Europäer oder auch Mischtyp, mit ca. 78% vertreten
  • Bräunung: Leichter Sonnenbrand, gute Bräunung
  • Eigenschutzzeit2): 20 -30 Minuten
  • Empfohlener LSF: In den ersten Sonnentagen mindestens LSF 8, später LSF 5-8

Hauttyp 4: Mittelmeerischer Typ (8%)

  • Merkmale: von Natur aus dunkle Haut, dunkle oder schwarze Haare, braune Augen
  • Typ: Mediterraner Typ, mit ca. 8% vertreten
  • Bräunung: Nie Sonnenbrand, immer Bräune
  • Eigenschutzzeit2): ca. 40 Minuten
  • Empfohlener LSF: In den ersten Sonnentagen mindestens LSF 4, später LSF 2-4

Die Bestimmung seines Hauttypes kann helfen, Sonnenbrand und Schäden durch UV-Strahlung zu vermeiden.

1) gesunde Haut, nach Greiter

2) Zeitraum für das erste Sonnenbad, bei dem man noch keinen Sonnenbrand bekommt.

Normale Haut

Die normale Haut ist feinporig und ohne Fettglanz. Nur sehr wenige Menschen können sich an dieser absolut tadellosen Haut erfreuen. Sie gleicht im Aussehen der des Kindes und bleibt auch während der Pubertätsjahre unbeeinflusst.

Durch gleichmäßige Durchblutung sieht der Teint gesund und frisch aus. Die Haut ist frei von Mitessern, Flecken, Warzen und zeigt keine Falten.

Erst etwa ab dem 30. Lebensjahr veraendert sich dieser Hauttyp, er wird oft trocken. Deshalb ist auch hier auf eine sorgfältige Reinigung und kontinuierlich Pflege von Jugend an zu achten, um den Hautzustand möglichst lange zu halten.

Trockene Haut

Die trockene Haut ist feinporig und matt, sie ist sehr empfindlich.

Die trockene Haut beruht auf erblicher Basis und durch Umwelteinflüsse wird die Ausprägung des Hauttyps gefördert.

Diese reine, rosige, zarte "Apfelblütenhaut" übersteht die Entwicklungsjahre noch ohne Veränderung, aber bereits nach der Pubertät vermindern die Talgdrüsen ihre Produktion: die Haut wird zusehends spröder.

Es fehlen das Fett und die notwendige Feuchtigkeit. Die Haut reagiert mit Rötungen und Spannungsgefühl. Die trockene Haut neigt leicht zu Sonnenbrand und oft entstehen Gefäßausdehnungen.

Diese Gefäßausdehnungen werden aber auch durch Alkohol, Nikotin, und Kaffee gefördert, deshalb sollte man am besten von Jugend an diese Genussmittel meiden.

Alterserscheinungen zeigen sich in Form von Fältchen und Erschlaffungen früher als bei anderen Hauttypen, deshalb muss frühzeitig mit gezielter systematischer Hautpflege entgegengewirkt werden.

Fettige Haut

Die fettige Haut ist glänzend und oft von fahler Farbe, was auf eine schlechte Durchblutung hinweist. Sie erscheint ungepflegt und besitzt große sichtbare Talgdrüsenausführungsgänge.

Das Haar ist ebenfalls betroffen und mit mehr oder weniger öligen Schuppen bedeckt.

Es entstehen Hautunreinheiten in Form von Talgzysten und Pusteln. Die fettige Haut entwickelt sich erst in der Pubertät, aber eine erbliche Anlage dazu besteht schon von Geburt an.

Die verstärkte Tätigkeit der Talgdrüsen beginnt ca. ab dem 8-10. Lebensjahr und hat ihre höchste Aktivität während der Pubertät bis etwa zum 18. Lebensjahr.

Etwa 65% der Jugendlichen haben eine fettige Haut. Etwa ab dem 35. bis 40.Lebensjahr setzt dann ein sehr intensiver Abfall der Hautfettbildung ein. Durch eine meist kräftige Unterpolsterung mit Fettgewebe ist die Haut straff und faltenarm oft bis ins fortgeschrittene Lebensalter.

Da die Haut verhältnismäßig robust und unempfindlich ist, bleibt sie stabil gegenüber Witterungseinflüssen und vor allem Sonnenbestrahlung.

Fettige Haut bildet einen guten Nährboden für Krankheitserreger und benötigt deshalb ganz besonders intensive Hautreinigung.

Mischhaut

Die Haut zeigt sowohl trockene wie auch fettige Partien. Die Schläfen, die seitlichen Wangen und der Hals neigen eher zur Trockenheit. Vergrößerte Talgdrüsenausführungsgänge und starker Talgfluss befinden sich an Stirn, Nase und Kinn, ebenso wie an Brust und Rücken.

Die derbhäutige Gesichtsmitte von Stirn bis Kinn glänzt fettig, die seitlichen Partien sind eher dünn, stumpf, trocken, empfindlich oder können auch normale Hautpartien haben. Die unterschiedliche Hautqualität sollte bei der Pflege berücksichtigt werden oder man pflegt sie wie die Haut, deren Merkmale überwiegen.

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