Nährstoffe

Natrium: Fakten, Wirkung und Funktion

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Egal, was Du bisher gehört oder gelesen hast: Dein Körper braucht Natrium zum Überleben! Viele "Experten" haben diesen Mineralstoff verteufelt, weil zu viel Natrium in der Ernährung zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Tatsache ist aber, dass ohne genügend Natrium die physiologischen Prozesse Deines Körpers nicht so funktionieren, wie sie sollten.

Anzeichen für Natriummangel, auch Hyponatriämie genannt, sind Muskelkrämpfe, häufige Kopfschmerzen, Verwirrung, Übelkeit, Unruhe, Appetitlosigkeit und Reizbarkeit. [1]

Der Körper nimmt Natrium in Form von Natriumchlorid oder Kochsalz auf.

Natrium: Die Fakten

Natrium ist ein Alkalimetall und tritt meistens in Verbindung mit anderen Mineralien auf, in der Regel mit Chlorid. Es kommt in der Erdkruste und trägt das chemische Symbol Na (Ordnungszahl 11).

Leider hat der Anstieg der verarbeiteten Lebensmittel zu einem Überschuss an Natrium in der Ernährung vieler Menschen geführt, die zu wenig natürliche Lebensmittel essen.

Viele dieser Lebensmittel sind voll von Salz. Der größte Teil des Natriums stammt aus diversen Zusatzstoffen, um die verarbeiteten Lebensmittel zu konservieren, zu färben oder die Textur zu verbessern. [2]

Das Ergebnis: Die Deutschen verbrauchen viel mehr Natrium als sie benötigen, was zu hohem Blutdruck und anderen schweren gesundheitlichen Problemen führt. [3]

Die natriumreichsten Lebensmittel

Die folgenden Lebensmittel haben ein hohen Gehalt an Natrium. Wenn Du Deinen Natrium-Konsum beurteilen willst, sind dies die häufigsten Übeltäter, die Du meiden solltest: [4]

Lebensmittel Menge Natrium (mg)
Brot 25 g 95 – 210
TK Pizza 100 g 450 – 1200
Salat Dressing 2 TL 110 – 505
Salsa 2 TL 150 – 240
Tomatensuppe (Konserve) 200 g 700 – 1260
Soya Sauce 1 TL 879
Truthahnbrust (Fertiggericht) 100 g 450 – 1050
Tomatensaft 200ml 340 – 1040
Cheeseburger 1 Stück 710 – 1690
Chips 100 g 480 – 720
Tortilla Chips 100 g 420 – 640
Brezeln 100 g 1160 – 2240

Achte auf Deine Natrium-Aufnahme

Laut der FDA (Food and Drug Administration) liegt die maximale Natriumaufnahme für einen gesunden Erwachsenen bei etwa 2.300 mg pro Tag. Erwachsene mit hohem Blutdruck sollten ihre Aufnahme auf etwa 1.500 mg pro Tag beschränken. [5]

Kinder und ältere Menschen brauchen noch weniger Natrium und sollten mit den jeweiligen Ärzten klären, wie viel sie tatsächlich benötigen.

Sobald Du bestimmt hast, wie viel Natrium Du zu Dir nehmen solltest, ist es wichtig, Deine Ernährung anpassen. Und eine der effektivsten Möglichkeiten innerhalb Ihrer empfohlenen Natrium-Menge zu bleiben, ist sicher, sich von verarbeiteten Lebensmittels zu verabschieden und statt dessen mehr natürliche Lebensmittel in Deine Ernährung aufzunehmen.

Wenn Du zu Hause kochst, verzichte auf übliches Speisesalz bei den Mahlzeiten. Würze stattdessen mit frischen, aromatischen Kräutern, wie z.B. Rosmarin, Thymian und Oregano.

Wie bereits erwähnt kann zu viel Natrium zu schweren gesundheitlichen Beschwerden wie hoher Blutdruck führen. Überschüssiges Natrium im Körper kann zu Wassereinlagerung, Herzinsuffizienz und Schlaganfall führen und erhöhtes das vorzeitige Sterberisiko. [3]

Einige Studien assoziierenüberschüssiges Natrium sogar mit Magenkrebs. [6]

Es ist also wichtig, auf Deine Natriumzufuhr zu achten und auf einem gesunden Maß zu halten.

Die gesundheitlichen Vorteile der verschiedenen natürlichen Salze

Natürliche Salze wie Meersalz oder Kristallsalz unterscheiden sich von herkömmlichen Tafelsalz

Es gibt drei Formen, in denen natürliches Natrium in der Nahrung vorkommt:

  • Steinsalz
  • Kristallsalz
  • Meersalz

Tafelsalz ist derweil eine völlig andere verarbeitete Form von Salz. Die Zusatzstoffe vieler Tafelsalzen können sogar Anzeichen von Sucht im Gehirn auslösen! [7]

Die Herstellung von Speisesalz geschiet über ein Raffinationsverfahren, das die meisten natürlich vorkommenden Nährstoffe aus dem Salz entfernt, und andere Stoffe wie Natriumsilicoaluminat (eine Art Aluminium), Natriumbicarbonat und sogar potentiell giftige Substanzen wie Kaliumjodid hinzufügt.

Diese Konservierungsmittel (einschließlich Fluorid, ein Neurotoxin) in ausreichender Menge können zu Beschwerden wie Entzündungen, Bluthochdruck, Muskelkrämpfen, Nervernerkrankungen und sogar zu Schäden an Leber, den Nieren und der Schilddrüse führen!

Das Natrium aus den natürlichen Salzarten beinhaltet jedoch wichtige Mineralien wie Iod und andere Spurenelemente, die den Elektrolythaushalt regulieren [8], und für die Schilddrüse, das Gehirn und die Muskuatur wichtig sind.

Natürliches Natrium, wie es im Meersalz oder Himalaya-Kristallsalz vorkommt, bietet Vorteile, die das herkömmliche Tafelsalz (Natriumchlorid) nicht bieten kann.

Fazit

Die richtige Menge an Natrium, die Du über Deine Ernährung aufnimmst, ist entscheidend für Deine die Funktionsfähigkeit Deines Körpers und Deine allgemeine Gesundheit. Welche Erfahrunge hast Du gemacht?

Referenzen:

  1. Medline Plus, Hyponatremia, Last updated April 14, 2013.
     
  2. Gutiérrez OM, Sodium and phosphorus-based food additives: persistent but surmountable hurdles in the management of nutrition in chronic kidney disease, Advances in chronic kidney disease. 2013;20(2):150-156. doi:10.1053/j.ackd.2012.10.008.
     
  3. Harvard University TH Chan School of Public Health. (Salt and Sodium). The Nutrition Source.
     
  4. FDA. Health Facts (Sodium and Potassium).
     
  5. FDA. Lowering Salt in Your Diet . Last updated May 18, 2010.
     
  6. World Cancer Research Fund, American Institute for Cancer Research. Food, Nutrition, Physical Activity, and the Prevention of Cancer: A Global Perspective . London; 2007.
     
  7. Morris MJ, Na ES, Johnson AK. Salt Craving: The Psychology of Pathogenic Sodium Intake . Physiol Behav. Author manuscript; available in PMC 2009 Aug 6. Published in final edited form as: Physiol Behav. 2008 Aug 6; 94(5): 709–721. Published online 2008 Apr 13. doi: 10.1016/j.physbeh.2008.04.008.
     
  8. Medline Plus. Fluid and Electrolyte Balance .
     
  9. Schwalfenberg GK. The Alkaline Diet: Is There Evidence That an Alkaline pH Diet Benefits Health? J Environ Public Health. 2012; 2012: 727630. Published online 2011 Oct 12. doi: 10.1155/2012/727630.