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Symptome und Anzeichen von Burnout – wie kommt es zur Erkrankung?

Burnout heißt zu Deutsch „ausgebrannt sein“ und genau das versteckt sich tatsächlich hinter der Erkrankung. Sind Körper und Geist erschöpft, kann die tägliche Funktionalität nicht mehr aufrechterhalten werden.
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Aber warum erkranken manche Menschen daran, während andere monatelangen Stress überstehen können, ohne Symptome? Dafür gibt es viele Gründe, auch der persönliche Umgang mit Stress und regelmäßige Entspannung spielen dabei eine Rolle.

Die Schwierigkeit der Diagnostik – es gibt ein typisches Schema

Den Zustand des Burnouts zu erkennen, ist für Ärzte alles andere als leicht. Manchmal fehlt auch einfach der Mut, darüber zu sprechen. In diesem Fall ist es für viele Betroffene leichter, mit einem Fernarzt in Kontakt zu treten. Er hört zu und kann in vielen Fällen helfen und erst einmal für eine Pause mittels Krankschreibung sorgen. Die Behandlung aus der Ferne bietet den Vorteil, schnell und unkompliziert die benötigte psychologische Hilfe zu bekommen, denn es gibt keine Wartezeit und keine langen Anfahrtswege.

Zu den Anzeichen, dass möglicherweise ein Burnout vorliegen könnte, gehören:

  • Verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
  • Rückzug von Freunden, Verwandten und Hobbys
  • Chronische Müdigkeit
  • Keine Freude mehr am Leben, depressive Symptomatik

Darüber hinaus können sich außerdem körperliche Symptome finden, für die es keine organische Erklärung gibt. Hierbei handelt es sich dann um psychosomatische Beschwerden. Zu den bekanntesten mit Burnout assoziierten Beschwerden gehören:

  • Rücken- und Nackenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden

Vor allem der Darm gilt als Spiegel der Seele und wo Darmbakterien die psychische Gesundheit beeinflussen können, gibt es auch die Möglichkeit, dass seelische Beschwerden auf Magen und Darm schlagen.

Symptome und Beschwerden für Burnout
Bild: Symptome und Beschwerden für Burnout

Warum entsteht der Burnout – welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Während der eine scheinbar mühelos jeden Stress wegsteckt, leidet der andere irgendwann an schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen. Ursache ist oft ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Eine wichtige Rolle spielt die mangelnde Fähigkeit der Selbstabgrenzung. Betroffene schaffen es nicht, zwischen Arbeit und Privatleben zu unterscheiden. Sie überarbeiten sich, opfern sich für den Betrieb auf und vergessen ihr eigenes Wohl.

Auch körperliche, durch die Arbeit verursachte Beschwerden spielen eine Rolle. Am Arbeitsplatz spielt beispielsweise Ergonomie eine große Rolle. Wenn die tägliche Haltung dafür sorgt, dass Rückenschmerzen zum Standard werden oder die Füße nach Feierabend extreme Schmerzen verursachen, kann das auch die Psyche negativ beeinflussen.

Menschen haben eine seltsame Eigenschaft: Während sie anderen vieles durchgehen lassen, sind sie mit sich selbst enorm streng. Das Resultat sind eine permanente Überforderung und die Unfähigkeit, sich selbst eine Pause zu gönnen. Solche Voraussetzungen, gepaart mit einer empathischen Persönlichkeit, können die Weichen für einen Burnout stellen. Folgende Kriterien machen die Krankheit wahrscheinlicher:

  • hohe Verantwortung im Berufsleben
  • Streitigkeiten und Mobbing am Arbeitsplatz
  • langweilige Arbeitsroutinen ohne Abwechslung
  • massiver Zeitdruck
  • Nicht erfüllbare Vorgaben
  • ständiger Druck und Angst um den Arbeitsplatz
  • zusätzlich Probleme im privaten Bereich

Im Schnitt verbringt der Mensch 40 Stunden pro Woche an seinem Arbeitsplatz. Wenn hier einige Grundvoraussetzungen nicht gegeben sind, kann das schnell zu Beschwerden führen. Eine weitere Rolle spielen außerdem die persönlichen Eigenschaften jeder Person. Das sprichwörtliche „dicke Fell“ schützt Menschen davor, selbst einmal Opfer eines Burnouts zu werden. Wer jeden Konflikt mit Kollegen persönlich nimmt, sich lange für Enttäuschungen grämt und sich nicht wertgeschätzt fühlt, ist deutlich gefährdeter.

Fazit: Burnout ist keine Verlegenheitsdiagnose, sondern ein ernstes Problem

Scham, Angst und das verzweifelte Gefühl, sich die eigene Schwäche nicht eingestehen zu wollen, belastet viele Menschen mit Burnout. Doch die Beschwerden sind kein Grund zur Scham, sondern nur ein Zeichen dafür, dass sich Körper und Seele eine Auszeit wünschen. Auch im Zeitalter der globalisierten Gesellschaft ist es erlaubt, hin und wieder einfach abzuschalten und die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.