Stress: Zahlreiche Wege führen zur Entspannung

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Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Gereiztheit, Konzentrationsprobleme:

 

Diese Befindlichkeitsstörungen gelten allgemein als Lappalien und werden daher von vielen Menschen nicht ernst genommen.

 

 

Dabei können diese Signale ein Zeichen dafür sein, dass Körper, Geist und Seele aus dem Gleichgewicht geraten sind. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, führt er nicht selten zu psychischen und auch körperlichen Erkrankungen.

 

Gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit sind immer mehr Menschen von Stress betroffen. So sieht die Weltgesundheitsorganisation Stress als die größte Gesundheitsgefahr im 21. Jahrhundert.

Weg von der Perfektion

So vielfältig wie die Auswirkungen der seelischen Anspannung sind auch die Ratschläge in puncto Stressmanagement. Experten empfehlen Gestressten, sich klare Ziele für jeden Tag zu setzen, sich auf das Wesentliche zu besinnen und Aufgaben zu delegieren.

 

Besonders perfektionistisch veranlagte Menschen neigen dazu, leicht unter Stress zu geraten. Sie tragen oft das unerfüllte Verlangen nach Anerkennung und Beachtung in sich und definieren ihren Selbstwert über ihre Leistung. Solche Menschen müssen lernen, realistische Erwartungen an sich selbst zu stellen und sich nicht mit anderen zu vergleichen.

 

Inzwischen gibt es zwar zahlreiche Kurse zum Thema Stressmanagement, eine Patentlösung ist allerdings nicht in Sicht, denn jeder Betroffene muss seine eigenen Wege zu mehr Ruhe und innerer Gelassenheit finden.

Naturmedizin kann helfen

Wichtig ist es, zunächst auf die Auslöser aufmerksam zu werden. Hier rät die Kasseler Fachärztin für Allgemeinmedizin Dr. med. Sabine Schäfer: "Bei Unruhezuständen, Nervosität und Schlafstörungen empfehle ich Betroffenen, ihre Lebensweise zu überdenken.

 

Unterstützend für ein optimales Zusammenspiel von Anspannung und Entspannung, von Denktätigkeit und kreativer Tätigkeit kann beispielsweise die Gabe von Neurodoron (Apotheke, von Weleda) über einen Zeitraum von circa sechs bis acht Wochen sein.

 

In Neurodoron hilft Gold, zur inneren Mitte zurückzufinden. Kalium phosphoricum weckt die Lebenskräfte, Ferrum-Quarz stärkt die Nerven und unterstützt den Stoffwechsel. Dadurch sollen die für das Nervensystem wichtigen Nahrungsbausteine dort ankommen, wo sie für die Nerven gebraucht werden."

Weitere Tipps

Ein kleiner Spaziergang oder ein Glas Wein am Abend vor dem Fernseher mögen zwar das Gefühl einer kleinen Auszeit vom Alltag vermitteln, doch um eine richtige Tiefenentspannung zu erreichen, bedarf es mehr Aufwand.

 

Zahlreiche Volkshochschulen bieten inzwischen Kurse zum Erlernen moderner Entspannungstechniken wie Yoga, progressiver Muskelrelaxation oder autogenem Training an. Viele dieser Praktiken arbeiten stark mit der Atmung, denn über sie drückt sich die seelische und körperliche Verfassung einer Person aus.

 

Im Stresszustand ist die Atmung hektisch und flach, in Erholungsphasen wie etwa im Schlaf ruhig und gleichmäßig.

 

Durch bewusstes Atmen lassen sich tiefe Entspannungszustände herbeiführen und nach einigem Training stressbelastete Situationen bewusst entschärfen.

Nervennahrung pur

Um leistungsfähig zu bleiben, braucht der Körper Glucose - auch für die Nerventätigkeit. Laut Ernährungsexperten sollten 50 Prozent der Nahrung aus komplexen Kohlenhydraten bestehen.

Weitere wichtige Nährstoffe gegen Stress

  • Vitamin B1: Haferflocken
  • Vitamin B6: fetter Fisch, Bananen, Vollkorngetreide, Avocados, Sojabohnen, Weizenkeime, Walnüsse, Geflügel
  • Magnesium: Bananen, Haferflocken, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln
  • Zink: Kalbsleber, Fleisch, Käse, Nüsse, Eigelb
  • Kupfer: Bierhefe, Schokolade, Weizenkeime, Pilze und Obst
  • Phosphor: Thunfisch, Teigwaren