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Trockene Augen - Mögliche Ursachen und Symptome

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Trockene Augen treten auf, wenn die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunstet oder die Augen zu wenig Tränen produzieren. Das Problem ist bei Menschen aber auch einigen Tieren oft vorhanden. Es kann eins oder beide Augen betreffen und langfristig zu Entzündungen führen.

Das sogenannte Trockene Auge, auch Sicca-Syndrom genannt, kann in jedem Alter und bei sonst rundum gesunden Menschen auftreten. Es tritt jedoch häufiger in höherem Alter auf, wenn der Betroffene weniger Tränen produziert. Es tritt auch öfter bei Frauen als bei Männern auf.

Mögliche Ursachen

Die Augen produzieren ständig Tränen, nicht nur, wenn wir gähnen oder Gefühle empfinden. Gesunde Augen sind ständig mit einer Flüssigkeit bedeckt, die als Tränenfilm bezeichnet wird. Dieser Film ist so konzipiert, dass er zwischen jedem Lidschlag stabil bleibt. Dies verhindert, dass die Augen trocken werden und ermöglicht zudem eine klare Sicht.

Wenn die Tränendrüsen zu wenig Flüssigkeit produzieren, kann der Tränenfilm instabil werden. Er kann sich schnell auflösen und trockene Flecken auf der Augenoberfläche erzeugen.

Ungleichgewicht in der Tränenmischung

Der Tränenfilm besteht hauptsächlich aus drei Schichten: Fett, Wasser und Mukus (Schleim). Probleme mit einer dieser Schichten können zu trockenen Augen führen. Die oberste Schicht, das Fett, kommt von den Lidrändern, wo die Meibomdrüsen Lipide produzieren. Das Fett glättet die Tränenoberfläche und verlangsamt die Verdunstungsrate. Eine fehlerhafte Ölschicht kann also dazu führen, dass die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunstet.

Entzündungen am Lidrand, die als Blepharitis bezeichnet werden, sowie Rosazea und einige andere Hautkrankheiten können zu einer Verstopfung der Meibomdrüsen führen, wodurch trockene Augen wahrscheinlicher werden.

Die mittlere Schicht ist die dickste und besteht aus Wasser und Salz. Die Tränendrüsen produzieren diese Schicht. Sie reinigt die Augen und spült Partikel sowie auch Reizstoffe weg.

Probleme mit dieser Schicht können zu einer Filminstabilität führen. Wenn diese Wasserschicht zu dünn ist, können sich die Öl- und Schleimschichten berühren, was zu einem fadenförmigen Ausfluss führt, ein typisches Zeichen für trockene Augen.

Die innere Schicht, der Mukus, ermöglicht es den Tränen, sich gleichmäßig über die Augen zu verteilen. Eine Fehlfunktion hier kann zu trockenen Stellen auf der Hornhaut führen.

Verminderte Tränenproduktion

Nach dem Alter von 40 Jahren geht die Tränenproduktion tendenziell zurück. Wenn sie bis zu einem bestimmten Punkt abfällt, können die Augen trocken werden und sich leicht reizen und entzünden. Dies ist häufiger bei Frauen und besonders nach den Wechseljahren, möglicherweise aufgrund von hormonellen Veränderungen.

Auch ein Mangel an Flüssigkeit führt zu verminderter Tränenproduktion. Versuchen Sie jeden Tag ausreichend zu trinken und hören Sie auf Ihren Körper, wenn Sie Durst bekommen.

Augenlidprobleme, Medikamente und Umweltfaktoren

Jedes Mal, wenn wir blinzeln, breiten unsere Augenlider einen dünnen Tränenfilm über die Augenoberfläche aus. Die meisten Menschen blinzeln etwa fünf Mal pro Minute. Augenlidprobleme können die Lidschlagbewegung jedoch negativ beeinflussen, wobei der Tränenfilm nicht mehr gleichmäßig über die Augen verteilt wird.

Zu den klimatischen Faktoren gehören unter anderem trockene Luft, Sonne, Wind und andere Arten von heißer oder trockener Luft aus Klimaanlagen, wie etwa in einer Flugzeugkabine oder im Auto. Auch Rauch und die Verwendung von Kontaktlinsen sind Risikofaktoren.

Die Verwendung eines Computermonitors, Lesen oder Autofahren, verursachen auch sehr oft trockene Augen, da die erhöhte visuelle Konzentration die Blinzelrate verlangsamt.

Symptome

Betroffene des Sicca-Syndrom können eine Reihe von Symptomen aufweisen, darunter:

  • Ein stechendes oder brennendes Gefühl und ein Gefühl von Trockenheit, Brüchigkeit und Wundsein in den Augen (oftmals beschrieben wie Sand im Auge)
  • Schleim in oder um die Augen
  • Hohe Empfindlichkeit gegenüber Rauch oder Wind und Schwierigkeiten die Augen offen zu halten
  • Gerötete Augen
  • Schnelle Ermüdung der Augen, beispielsweise beim Lesen
  • Verschwommene Sicht & Lichtempfindlichkeit
  • Unbehagen beim Tragen von Kontaktlinsen

Manche Menschen empfinden den Schmerz sogar als sehr stark, was zu Frustration, Angst und immensen Schwierigkeiten im täglichen Leben führen kann. Langfristig können diese Symptome sogar zu einer allgemeinen Verschlechterung des Sehvermögens führen.

Wie vermeidet man trockene Augen?

  • Tragen einer Rundumbrille zum Schutz vor Wind und heißer Luft
  • Bewusst häufigeres Blinzeln bei der Benutzung des Computers oder beim Fernsehen. Hierbei können Apps wie Blinkguard unterstützen.
  • Rauchen und verrauchte Orte, wie Kneipen oder Shisha-Bars meiden
  • Raumtemperatur moderat halten

Auch ratsam: Die Verwendung eines Luftbefeuchters in der Wohnung, um die Luft zu befeuchten. Das Besprühen von Vorhängen mit einem feinen Wasserstrahl kann einen ähnlichen Effekt bewirken.

Künstliche Tränen und Augentropfen schaffen Linderung

Künstliche Tränen- oder Augentropfen, die rezeptfrei erhältlich sind, können helfen, leicht trockene Augen zu befeuchten. Augentropfen ohne Konservierungsstoffe können so oft wie nötig verwendet werden, aber diejenigen mit einem Konservierungsmittel haben in der Regel eine sichere Höchstdosis von vier Anwendungen am Tag. Augentropfen zur Entfernung von Rötungen sollten nicht verwendet werden.