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Offene Wunden und Wasser

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Auch wenn die heiße Jahreszeit schon eine Weile vorbei ist, steigt die Vorfreude auf den nächsten Sommer bei vielen schon wieder. Dazu gehört natürlich den Strand zu besuchen, unseren Körper zu bräunen und ein Bad im Meer zu nehmen. Wenn Du jedoch eine offene Wunde pflegst, solltest Du den Kontakt mit dem Meerwasser vermeiden. Wasser und offene Wunden sind eine gefährliche Kombination. Ganz gleich, ob es sich um ein chlorhaltiges Becken, einen See oder das Meer handelt, halte Dich vom Wasser fern, bis deine Wunde verheilt ist.

Obwohl wir üblicherweise Salzwasser als natürliche Wundheilungsbehandlung verwenden, ist diese Art von Präparat in steriler, abgefüllter Form erhältlich und unterscheidet sich deutlich vom Meerwasser des Ozeans. Neben Salz enthält das Meerwasser des Ozeans auch Bakterien, die schädlich sein und zu größeren Infektionen führen können.

Nachdem der Körper eine Wunde entwickelt hat, beginnt er, neue Zellen und Kollagen zu bilden, um die geschädigten Gewebe und Zellen unter der Haut zu ersetzen. Dieser Heilungsprozess erfordert eine saubere und geschützte Umgebung. Das Schwimmen im Meer mit einer offenen Wunde kann nicht nur zu einer Infektion führen, sondern auch den Heilungsprozess verlangsamen. Es gibt Felsen, Trümmer und Pflanzen im Meer, die deine Wunde zerkratzen und das Gewebe erneut beschädigen können. Dies kann zu Blutungen und Reizungen führen, so dass dein Körper den Heilungsprozess von neuem in Gang setzen muss.

Bitte denk daran, dass es auf keinen Fall ratsam ist, mit einer offenen Wunde in einem gechlorten Becken schwimmen zu gehen. Die Meinung Chlor würde die Wunde „desinfizieren“ ist ein Irrglaube, der leider weit verbreitet ist. In Bädern, Thermen und Wellnesseinrichtungen setzt du dich mit einem Bad also nur einer möglichen Infektion aus und zögerst den Heilungsprozess deiner offenen Wunden hinaus.

Stellt sich nun die Frage wie du als Wellness- oder Schwimmfan am schnellsten und ungefährdet wieder ins Wasser zurückkehren kannst? Aus dieser Frage heraus haben wir hier einige Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen sollten:

  • Halte deine Wunde bandagiert und feucht. Eine Wunde wird am besten feucht und abgedeckt gehalten, da dein Körper neue Zellen wachsen lassen muss, die ein feuchtes Milieu benötigen, um besser und schneller wachsen zu können.
  • Berühre deine Wunde nicht mit schmutzigen Händen. Dies ist wirklich wichtig, da schmutzige Hände Keime übertragen, die Infektionen verursachen können und damit die Heilungsdauer hinauszögern und in vereinzelten Fällen sogar größere Beschwerden hervorrufen können.
  • Kratze nicht an der Wunde, da dies das wachsende Gewebe beschädigen könnte. Nimm keinen Schorf aus der Wunde, da er Blutungen verursachen und die Wunde zum Abfluss von Eiter veranlassen kann.

Lässt dein Beruf oder Hobby nicht zu den Heilungsprozess abzuwarten gibt es inzwischen wasserfeste Wundpflaster, welche deine offenen Wunden sauber von Bakterien halten und zusätzlich die Wundheilung unterstützen. Diese Pflaster bestechen nicht nur durch ihre Funktion, sondern auch durch ihre einfache Handhabung. Aus diesem Grund sind die Pflaster auch optimal zum Einsatz bei Kindern geeignet, sodass du dein Kind unbesorgt ins Schwimmbad oder Meer gehen lassen kannst.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass weder chlorhaltiges Wasser noch Meerwasser die Wundheilung unterstützt. Der Kontakt mit Wasser birgt grundsätzlich ein Infektionsrisiko der Wunden. Lediglich mit Wundpflastern über der Verletzung kannst du bedenkenfrei baden gehen, ansonsten solltest du auf die vollständige Ausheilung warten.