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Jogging abseits bekannter Pfade

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Joggen ist gesund und macht Spaß. Doch wenn man die tägliche Runde schon beinahe wie im Schlaf absolviert, kann leicht Langeweile aufkommen. Doch bevor man den Joggingschuh vorschnell an den Nagel hängt, gilt es, verschiedene Varianten des Laufsports auszuprobieren.

Wie wäre es beispielsweise mit einem "Sightjogging-Trip"?

Die Trendwelle hat inzwischen Städte wie Berlin, Hamburg, Dresden, Hannover oder Freiburg erreicht. Im Laufschritt vermittelt ein gebuchter Tourenguide seiner Gruppe Wissenswertes über Stadt, Architektur und Menschen.

Diese originelle Form von Sightseeing soll Touristen, Sportbegeisterte, ambitionierte Jogger und Freizeitläufer ansprechen. Auch für gestresste Geschäftsreisende kann dieses Angebot eine Auszeit für Körper und Geist bieten.

Gentle Running

Ganzheitliches Laufen "Gentle Running" oder die sogenannte Feldenkrais-Methode verspricht ein schwebendes Gefühl - fast wie beim Tanzen.

Entwickelt wurde die etwas esoterisch anmutende Lauftechnik von dem Neuseeländer Wim Luijpers. Für ihn sind beim Laufen nicht die Beine das Entscheidende, sondern das Becken: Von dort aus wird der Körper bewegt.

Durch die Entdeckung einer individuellen Bewegungsharmonie soll das natürliche Laufgefühl zurückkehren. Auch bei der Atemtechnik geht Luijpers neue Wege: Luft geholt wird nur durch die Nase. Für Läufer, die schnell über Luftknappheit klagen oder nur schlecht durch die Nase atmen können, ist das "Gentle Running" eher nicht geeignet.

Trailrunning - Ab durch die Hecke

Für mehr Action und Laufabenteuer sorgt "Trailrunning". Hier suchen sich die Läufer unbefestigte Wege, die sich am besten quer durchs Unterholz schlängeln.

Es müssen Hindernisse wie Stöcke, Wurzeln und umgefallene Baumstämme übersprungen und niedrig hängenden Ästen ausgewichen werden.

Matschpfützen, sandige Untergründe und glitschiges Laub wechseln sich mit steinigen Pfaden ab - das schult die Koordination und die Reaktionsfähigkeit.

Allerdings ist diese Fortbewegungsform nicht ganz ungefährlich. Vor allem für Untrainierte besteht Sturzgefahr. Dann ist eine schnelle Erstversorgung der Verletzungen gefragt. Im Akutfall gilt die PECH-Regel: Sofort pausieren, mit Eis kühlen, Compression, also einen Druckverband anlegen, und möglichst hochlegen, lautet die Devise.

Überlastung nicht ignorieren

Nicht nur Akutverletzungen, auch Überlastungsbeschwerden sind im Laufsport weit verbreitet. So können fanatische Jogger mit der falschen Technik und übertriebenem Training in kürzester Zeit ihre Knie ruinieren.

Wer Schmerzen anfänglich ignoriert und als Muskelkater abtut, läuft Gefahr, seinen Laufapparat nachhaltig zu schädigen.

Vor allem Trainingseinsteiger sollten bedenken, dass die Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder - im Gegensatz zu den Muskeln - mehrere Wochen Training benötigen, bis sie die Laufbelastung tolerieren.

Zur Behandlung der Beschwerden hält die Naturapotheke wirksame Mittel bereit. So empfiehlt der lauferfahrene Mediziner Dr. med. Rudolf Ziegler bei Überlastungsbeschwerden "das bewährte Komplexmittel Traumeel S als natürliche Alternative".

Die Kombination aus Bestandteilen wie Arnika, Eisenhut, Belladonna und Zaubernuss wirkt abschwellend, entzündungshemmend und beruhigend. Der größte Vorteil ist die beschleunigte Ausheilung, so dass man schneller das Training wieder aufnehmen kann.

Gut für den Rücken

Eine weitaus geringere Verletzungsgefahr besteht beim Aquajogging. Die verschärfte Variante, das Aquawalking, wird im Tiefwasserbereich durchgeführt und sorgt für eine hohe Fettverbrennung.

Zudem schont sie die Gelenke und verbessert Kraft und Beweglichkeit. Um die Wade befestigte Beinschwimmer sorgen für Auftrieb und zwingen den Trainierenden dazu, den Oberkörper ständig auszubalancieren.

So wird vor allem die Bein- und Rumpfmuskulatur gestärkt und die Bauchmuskulatur intensiv trainiert. Der Einsatz von Aquahanteln verstärkt den Effekt.