Ernährungstrends die wirklich funktionieren?

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Beinahe

wöchentlich werden neue Ernährungstrends vorgestellt, sei es in

Wochenmagazinen, auf unterschiedlichen Blogs oder im Fernsehen. Die meisten

dieser Diäten, Ernährungstipps und Vorschläge fundieren dabei nicht auf

wissenschaftlichen Fakten, sondern auf gutem Glauben und der Hoffnung, dass es

funktioniert. Doch jeder Körper funktioniert ein wenig anders und so lassen

sich die Erfolge einer Ernährungsweise nicht zwingend auf andere Menschen

übertragen. Bei einigen Menschen führt es oft sogar zum gegenteiligen Effekt.

Aber gibt es nicht vielleicht doch einige Tricks und Tipps, mit denen man

einfach und effektiv abnehmen kann?

Low-Carb-Ernährung

Low-Carb sollte jedem, der auf seine Gesundheit achtet und Abnehmen möchte, ein Begriff sein. Rezepte ohne Kohlenhydrate gibt es dabei sehr viele. Zu Kohlenhydraten sollte man einige Dinge wissen. Zunächst sind Kohlenhydrate unsere Hauptenergiequelle. Den größten Teil unseres Energiebedarfs decken wir mit ihnen, gefolgt von Zuckern und Fetten. Der Körper kann die Kohlenhydrate an sich aber gar nicht verwerten, denn dazu sind die Moleküle einfach zu groß, um durch die Membranen zu passen. Daher machen sich Enzyme ans Werk, diese Moleküle zu zerkleinern, bis am Ende Glucose übrig bleibt. Kohlenhydrate sind im Grunde auch nur eine Form von Zucker. Stärke und Mehl bestehen aus langen Ketten, sogenannten Polysacchariden. Zu viele Kohlenhydrate bedeutet also immer auch zu viel Zucker. Nicht ohne Grund sollten wir den reinen Zuckerkonsum durch Schokolade, Gummibärchen und Torten gering halten, denn die Kohlenhydrate machen schon einen großen Teil aus. Als wäre das nicht schon schlimm genug, können die Kohlenhydrate auch in Fett umgewandelt werden. Anders als überschüssiges Wasser vom Trinken, kann überschüssige Energie nicht einfach ausgeschieden werden. Sie wird eingelagert. Die Leber wandelt die Energie in Fett um und lagert sie in Fettzellen an. In Zeiten von Energiemangel können diese Reserven auch angezapft werden. Doch Vorsicht: Es ist schwerer dieses Fett loszuwerden, als man es angesetzt hat. Besser also, man lässt es gar nicht dazu kommen.

Was bedeutet Low-Carb für den Speiseplan?

Auf

Kohlenhydrate zu verzichten, bedeutet kein Verlust der Lebensqualität. Statt

Getreideprodukte, die besonders viele Kohlenhydrate enthalten, setzt man eher

auf Gemüse. Auch mageres Fleisch ist bei der Low-Carb-Ernährung kein Problem.

Fleisch enthält nämlich nur geringe Mengen an Kohlenhydraten. Obst,

Milchprodukte, Nüsse und Eier sind ebenfalls kohlenhydratarm und daher bestens

geeignet. Gänzlich auf Kohlenhydrate muss man aber auch nicht verzichten. Reis,

Quinoa, Hülsenfrüchte und Süßkartoffeln sind gesunde und leichte

Kohlenhydratlieferanten, die als Beilage durchaus Platz finden können. Auch das

Frühstücksbrötchen ist noch kein Untergang, generell sollte der Brotkonsum aber

maßvoll sein.

Warum scheitern so viele Diättypen und Ernährungsweisen?

Viele Ernährungsweisen

und Diäten scheitern, weil sie generalisiert werden. Nur weil eine Diät bei

einer Personengruppe funktioniert, heißt das noch lange nicht, dass jeder

denselben Erfolg erfahren wird. Jeder Körper ist ein wenig anders und Ernährung

ist ohnehin ein komplexes Thema, dass nicht in einer Seite behandelt werden

kann. Die Wissenschaft versucht auch heute noch, die Zusammenhänge und Prozesse

bei der Ernährung zu verstehen. Ein Frauenmagazin wird es daher wohl kaum

besser wissen. Krankheiten, unterschiedliche Darmflora, die Umwelt und die

Lebensweise spielen eine nicht unerhebliche Rolle beim Stoffwechsel.

Selbst von der Uhrzeit der Nahrungszunahme kann die

Gewichtszunahme oder Abnahme abhängen. Nicht zu vergessen ist dabei die

sportliche Betätigung. Sport sollte man am besten schon morgens machen, bevor

man Nahrung zu sich nimmt. Denn dann muss der Körper auf Reserven

zurückgreifen, anstatt sich am üppigen Sortiment von Energie nach dem Frühstück

zu bedienen. Zudem muss man mehr als eine halbe Stunde Sport treiben, bevor die

Fettzellen überhaupt aktiviert werden. Wie man sieht, ist Ernährung also

durchaus komplex. Mit der Low-Carb-Ernährung wird man aber den verschiedenen

Aspekten einer gesunden Ernährungsweise gerecht, ohne dabei das Ziel „Abnehmen“

aus dem Auge zu verlieren.