Diäten-Vergleich

Nulldiät

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Die Nulldiät bedeutet totales Fasten. Durch dieses Fasten wird eine enorme Reduzierung des Gewichtes erreicht. Über eine lange Zeit hinweg, wird keine feste Nahrung zu sich genommen.

Selbst bei den Getränken wählt man nur kalorienarme Getränke. Wer möchte kann zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel nehmen.

Durch die Nahrungsergänzungsmittel kann Mangelerscheinungen entgegen gesteuert werden. Doch auch viele Zusatzmittel zum Einnehmen versprechen laut dem Hersteller mehr als Sie einhalten.

Durch das totale Nahrungsentsagen muss der Körper nach wenigen Tagen auf die Fettreserven zurückgreifen. So werden Muskel- Und Fettgewebe reduziert.

Der Verzicht auf Nahrung kann von gesunden Menschen ungefähr einen Monat durchgehalten werden. Viele setzen Fasten mit der Nulldiät gleich, dass ist jedoch nicht richtig.

Es gibt bei der Nulldiät zwar ähnliche Formen des Fastens die ein ähnliches Prinzip haben und zwar den vollständigen Verzicht auf die Nahrung. Das Ziel ist aber Nicht das Gleiche.

Bei der Nulldiät ist die Gewichtsreduzierung das vorrangigste Ziel. Während bei dem sogenannten Heilfasten die körperliche Regeneration angestrebt wird.

Viele Glaubensrichtungen nutzen das Fasten auch, um ihre religiösen und spirituellen Glaubenseinstellungen zu vertiefen beziehungsweise zu verdeutlichen. Von vielen Ärzten Und Ernährungswissenschaftlern wird die Nulldiät als sehr bedenklich eingestuft.

Durch die fehlenden Vitamine und Mineralien können Symptome wie körperliche Schwäche, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und verschiedene Form des Hungers.

1944 wurde die bekannte Minnesota-Studie durchgeführt. In dieser Studie wurde die Wirkung von unfreiwilligem Nahrungsentzug getestet. 36 junge, gesunde haben ungefähr ein halbes Jahr in einem Camp gelebt.

Pro Tag haben Sie nur die Hälfte der normalerweise üblichen Kalorien zu sich genommenen. Selbst nach diesem halben Jahr wurden sie noch weitere drei Monate Beobachtet.

Ungefähr 25% des vorhandenen Körpergewichts wurde verloren und der Grundumsatz wurde um 40 Prozent verringert. Selbst außerhalb der Mahlzeiten war die Nahrungsaufnahme das Hauptthema der Soldaten.

Starke Stimmungsschwankungen, Aggressionen und Depressionen waren zu beobachten. Schlafstörungen und ein Rückgang des Sexualtriebes waren weitere Nebenerscheinungen.

Nach dem Beenden des Tests traten bei vielen Probanden Heißhungeranfälle auf. Diese Heißhungeranfälle entstanden dadurch, dass die Sättigungsregulierung gestört war. Ein Sättigungsgefühl ist teilweise nicht mehr oder zu spät wahr genommen.

Zusätzliche Risiken sind Gicht oder Störungen im Mineral- und Flüssigkeitenhaushalt. Bereits nach wenigen Tagen können Mangelerscheinungen bei den lebenswichtigen Vitaminen auftreten.

Nach circa drei Tagen sind die zum Aufbau des Fettgewebes benötigten Kohlenhydrate auf gebraucht. Da der Körper auf Kohlenhydrate angewiesen ist, baut er zur Gewinnung Muskulatur ab.

Durch den Gewinn von Kohlenhydraten werden lebenswichtige Prozesse am Laufen gehalten. Die Folge davon ist, ein Geringer Energie bedarf. Der minimale Energiebedarf ruft die Nebenerscheinungen zu Tage.

Wenn die Diät beendet wird, ist ein sogenannter Jo-Jo-Effekt sehr wahrscheinlich. Die radikale Unterversorgung von Kalorien ist der eigentliche Grund des Jo-Jo-Effekts. Der Körper passt sich der niedrigen Kalorienzufuhr an und schaltet schließlich auf die sogenannte "Sparflamme".

Diese Diät ist im ersten Moment sicherlich erfolgreich, aber auf Dauer sehr gefährlich und Gesundheitsschädigend.

Da selbst Experten davon abraten, würde ich von dieser Diät ganz schnell die Finger lassen. Den bekanntlich hat man hinterher mehr Kilos auf der Hüfte, als vorher.