Mario
Mario Content | Fitness & Ernährung
Team Fitnessletter

Aktualisiert am
01. Juni 2006


  • 5 Min Lesezeit
  • 2986 Aufrufe

Beitrag teilen:

Vermeidbare Trainingsfehler

Sonstiges

Trainingsfehler
Andrea Picquadio | Pexels
. . .

A. Zu schwere Gewichte

Mit schweren Gewichten werden Muskeln aufgebaut, mit zu schweren Gewichten funktioniert das nicht!

Viele Bodybuilder glauben, dass je schwerer die Gewichte sind mit denen sie trainieren, desto größer ist der Muskelmassezuwachs. Das stimmt aber nicht ganz, denn der Muskel muss um aufgebaut zu werden zwar überlastet werden, aber nur in einer Form, die es erlaubt ein überwiegend korrekt ausgeführtes Training zu absolvieren.

Es bringt also nichts wenn Sie beim Bizepscurlen die 25Kg Kurzhanteln nehmen, die Bewegung aber von Anfang an nur mit Schwung und schlechter Haltung durchzuführen ist. Ihrem Bizeps wird es wesentlich mehr bringen wenn Sie z.B. die 17,5er oder 20er Kurzhanteln nehmen und mindestens 8 korrekte Wiederholungen absolvieren.

B. Trainingspläne von Profis kopieren

Viele Freizeit-Bodybuilder übernehmen den Trainingsplan eines Profi-Bodybuilders und damit einen Triningsumfang der gigantisch ist. Der Gedanke ist: Wenn der Profi damit so gute Ergebnisse erziehlt, dann kann ich das vielleicht auch. Zwischen Freizeit- und Profibodybuildern bestehen aber sehr große Unterschiede die alle mit ins Training einfliessen.

Zum einen sind die meisten Profi-Bodybuilder (zumindestens die IFBB Schwergewichtler) hauptberuflich Bodybuilder und müssen keinem anderen Beruf nachgehen. Deshalb kann ihr Trainingsplan natürlich auch entsprechend umfangreich ausfallen. Der nächste Punkt ist, dass Profis einen strengen Ernährungsplan einhalten der ihnen so viel Energie wie möglich liefert. Der komplette Alltag ist auf das Training abgestimmt und nicht wie bei Freizeit-Bodybuildern das Training auf den Alltag.

Deshalb können Profis solche Trainingsprogramme durchführen, aber für Normalbeschäftigte ist das eher weniger, da der Trainingsumfang dann nur in Übertraining und Misserfolg resultieren kann. Also, was für einen Profi gut ist, muss noch lange nicht für Sie gut sein. Stellen Sie sich Ihren eigenen Plan nach Ihren Bedürfnissen und Zielen zusammen das ist immer noch das Beste.

C. Schwache Muskeln vernachläßigen

Um einen ausgewogenen Körper zu bekommen ist es gerade bei Muskelgruppen, die man selbst nicht zu den stärksten zählt wichtig diese zu trainieren. Wenn Sie eine Muskelgruppe haben die nicht in dem Umfang auf das Training anspricht wie es die anderen tun, sollten Sie diese zu Ihrer Priorität erklären. Das Prioritätstraining hilft Ihnen schwächere Muskeln zu verbessern und das Gesamtbild zu optimieren, selbst die Muskelzusammenarbeit verbessert sich.

Wenn Sie also einen schwachen Muskel haben und diesen aufgrund dessen nicht gerne trainieren, sollten Sie ihn gerade dann verstärkt trainieren.

D. Anzeichen von Übertraining ignorieren

Wenn Sie sich im Training nicht so stark wie sonst fühlen und das schon seit Tagen, dann sollten Sie nicht das Wetter, das Essen am Mittag, den etwas unruhigen Schlaf letzte Nacht ect. verantwortlich machen (vorausgesetzt Sie fühlen sich wirklich schon seit Tagen schlecht) sondern vielmehr das Training selbst verdächtigen. Denn in vielen Fällen ist es tatsächlich Übertraining, also zu viel Training, dass zum Schwächegefühl führen kann. Die Anzeichen können sein:
Schwäche, Gereiztheit, häufiges Muskelzittern, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit usw..

Wenn Sie ein oder mehrere Anzeichen bemerken, sollten Sie unbedingt das Training für mindestens 1 Woche aussetzen da Sie ansonsten immer weiter in den kontraproduktiven Bereich geraten und sogar an Muskelmasse verlieren. Übertraining kann vermieden werden indem Sie die Anzeichen so früh wie möglich deuten und dann etwas kürzer mit dem Training treten. Ausserdem wirkt eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und kein zu hoher Trainingsumfang dem Übertraining entgegen.


Interesse an einer Partnerschaft?

Hier könnte deine Werbung stehen